Gesundheit : Was die Milch teuer macht

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Ökoprodukte kosten mindestens 30 Prozent mehr als herkömmliche Ware, häufig auch das Doppelte. Liegt das an geringeren Erträgen?

„Nein“, sagt Achim Spiller vom Institut für Agrarökonomie der Universität Göttingen. „Vertrieb und Verarbeitung der Produkte spielen hier die entscheidende Rolle.“ Von einem Euro, den Verbraucher für Lebensmittel bezahlen, fließen nur 25 Cent in die Landwirtschaft, den Rest erhalten Einzelhandel und Industrie.

Der Einzelhandel verkauft die Produkte schlechter und hat dadurch einen höheren Warenverderb. Vermarktung und Verteilungstrukturen sind ineffektiv und der Verkauf im Fachhandel, sprich Ökoladen, ist ebenfalls teurer. Beispiel: „Ökomilch wird in normalen Molkereien verarbeitet, muss dann aber von der übrigen Milch deutlich getrennt erfasst und verarbeitet werden. Das macht die Sache teurer“, sagt Spiller. mrv

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