Gesundheit : Was die Natur leisten kann – oder eben nicht

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Die Vertreter der Theorie vom „intelligent design“ weisen auf drei Punkte hin, die ihrer Meinung nach nicht mit der Evolutionstheorie erklärt werden können, sondern am ehesten mit einem „Designer“. Die „New York Times“ hat ihre Argumente zusammengefasst:

Komplexität: Viele Strukturen, die in der Natur vorkommen, etwa die in den Zellen, bestehen aus vielen Einzelteilen, von denen man keines wegnehmen kann, ohne den Mechanismus als Ganzen zu gefährden. Kreationisten sagen: Die Natur alleine hätte nicht so viele Einzelteile hervorgebracht, die nur in einem bestimmten Ganzen eine Funktion erfüllen. Evolutionistheoretiker halten dagegen: Die Natur hat diese Einzelstrukturen nicht alle auf einen Schlag produziert, sondern vorhandene für neue Zwecke „geliehen“.

Tempo des Wandels: Kreationisten glauben nicht, dass durch kleine Änderungen in der DNS fundamentale Neuerungen möglich sind, etwa der Aufstieg der Säugetiere nach dem Untergang der Dinosaurier. Evolutionisten halten dagegen: Es gibt besonders starke Gene, die früh im Leben eines Embryos angeschaltet werden und die anderen Gene kontrollieren. Mutationen in diesen Genen können große Veränderungen auslösen.

Informationstheorie: Kreationisten betonen die Ähnlichkeit zwischen vom Menschen geschaffenen Strukturen und biologischen Strukturen wie Zellen. Die Felsskulpturen amerikanischer Präsidenten in Mount Rushmore ließen sich auch nicht mit Erosion oder Tektonik erklären. Evolutionisten halten dagegen: Gäbe es eine Zelle mit vier Präsidentengesichtern, würden auch Wissenschaftler nach einem Designer suchen. Denn sie wäre eine Ausnahme – für normale Zellen reichten biologische Erklärungen. D.N.

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