Gesundheit : Was Europas Studenten mobil macht

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Im norwegischen Bergen ziehen heute Europas Bildungsminister Bilanz über den BolognaProzess . Sein Ziel ist ein gemeinsamer Hochschulraum mit zweistufigen Bachelor- und Masterstudiengängen und einem dritten Zyklus von Promotionsstudiengängen. Fünf neue Länder werden sich dem Prozess anschließen und den Kreis der beteiligten Länder auf 45 erweitern: Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldavien und die Ukraine.

In den meisten Ländern ist mehr als die Hälfte der Studierenden in den neuen Studiengängen eingeschrieben – in Deutschland erst 5,3 Prozent. Experten führen das auf den Föderalismus zurück. In Norwegen wurde bereits flächendeckend im Herbst 2003 umgestellt. In den Niederlanden waren schon im vergangenen Jahr 88 Prozent der Studiengänge an Fachhochschulen umgestellt. Frankreich stellt seine Studiengänge in vier regionalen Wellen um. Bis 2007 sollen 55 Unis umgestellt sein, die übrigen 33 bis 2009.

Voraussichtlich werden die Minister die Universitäten dazu drängen, ihre Qualitätskontrollen der Studiengänge zu verbessern, wie aus dem Entwurf zum „Bergen-Communiqué“ hervorgeht. Außerdem treten die Minister für die volle Anerkennung von in Austauschprogrammen erbrachten Studienleistungen ein. Sie sehen ferner ein Bedürfnis, den Dialog über den Kreis der Hochschulexperten auszuweiten, um Hindernisse für Bachelor-Absolventen auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu beseitigen – gerade im öffentlichen Dienst. Peter Gaehtgens, Chef der Hochschulrektorenkonferenz, ist enttäuscht darüber, dass die Innen-, Justiz- und Finanzminister nicht längst beteiligt sind. akü

Mehr im Netz unter:

www.bologna-bergen2005.no

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