Gesundheit : „Weg vom Charakter einer Behörde“ Peter Gaehtgens neuer Präsident der Hochschulrektorenkonferenz

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Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat den Präsidenten der Freien Universität Berlin, Peter Gaehtgens, an ihre Spitze gewählt. Der 65jährige Mediziner setzte sich am Dienstag im ersten Wahlgang gegen den Paderborner Rektor Wolfgang Weber durch und tritt zum 1. August die Nachfolge von Klaus Landfried an, der nach zwei Amtsperioden satzungsgemäß nicht wieder zur Wahl stand. Als HRK-Präsident will Gaehtgens dazu beitragen, Universitäten und Fachhochschulen handlungsfähiger zu machen. Um deren angespannte Finanzsituation zu verbessern, sprach sich Gaehtgens auch für „sozialverträgliche Studiengebühren“ aus.

„Gute Lehre muss sich für die Hochschulen auch materiell lohnen“, sagte Gaehtgens nach seiner Wahl dem Tagesspiegel. Wenn man den Wettbewerb der Hochschulen um Studenten wolle, gehöre das dazu. Die Lage der Hochschule sei heute gekennzeichnet durch knappe Mittel einerseits und einem großen Bedarf an Baumaßnahmen und technischen Geräten andererseits, um international konkurrenzfähig zu bleiben. Das gehe nur, wenn auch die Hochschulen selbst ihre Entscheidungswege verbesserten. „Wir müssen weg vom Charakter einer Behörde und stärker wie Unternehmen arbeiten.“ Ein Mittel, um mehr Selbstständigkeit zu erreichen, seien Hochschulverträge.

Amtsinhaber Klaus Landfried hatte sich besonders für die internationale Öffnung der Hochschulen engagiert. In seine Amtszeit fielen auch die Reformen des Hochschuldienstrechts und der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Gaehtgens ist bis zum 14. Juni „an der FU in Lohn und Brot“. Zeit genug, um dort seine Angelegenheiten zu ordnen. rt

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