Gesundheit : Weltraumforschung: Nasa sendet Boten zum Planeten Merkur

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Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa hat beschlossen, nach über 25 Jahren wieder eine Raumsonde zum Planeten Merkur zu senden. Die Sonde namens Messenger soll im März 2004 starten. Im April 2009 könnte sie auf eine Umlaufbahn des Merkur einschwenken und im Laufe eines Erdenjahres bei zwei Vorbeiflügen Daten über den Planeten sammeln. Die Hitze eines Merkurtages mit bis zu 470 Grad Celsius erschwert die Mission. Eine Spezialkeramik soll Sonde und Messinstrumente jedoch schützen.

Forscher hoffen nun auf neue Erkentnisse über den sonnennächsten Planeten Merkur. Er besteht überwiegend aus Eisen und ist der Erde in vieler Hinsicht ähnlich. Merkur dreht sich sehr langsam um die eigene Achse, aber er bewegt sich schnell um die Sonne. Daher dauert ein Merkurtag zwei Merkurjahre. Das sind 176 Erdtage.

Merkur ist zu klein und zu heiß um eine Atmosphäre halten zu können, hat aber wie die Erde ein globales Magnetfeld. Andere innere Planeten des Sonnensystems besitzen kein solches Feld. Auch zeigen Radarbilder Anzeichen für Eis in den Kratern der Planetenpole.

Erst einmal, vor über 25 Jahren, strich eine Raumsonde an Merkur vorüber. Sie konnte aber nur wenige Daten sammeln. Forscher hoffen, mit Hilfe der neuen Mission Rückschlüsse über die Entstehungsgeschichte der inneren Planeten, besonders der Erde, gewinnen zu können.

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