Gesundheit : Weltruhm für die „Wurm-Leute“

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1,1 Millionen Euro Preisgeld dürfen sich die Biologen Andrew Fire (47) und Craig Mello (45) teilen, wenn sie am 10. Dezember in Stockholm den Medizin-Nobelpreis entgegennehmen. Verglichen mit dem Wert ihrer wissenschaftlichen Entdeckung von 1998 ist das eine kleine Summe. Denn Fire und Mello ebneten den Weg für ein elegantes und effizientes Verfahren, mit dem man jedes beliebige Gen in einer Zelle gezielt ausschalten kann. Mit der RNS-Wechselwirkung (Interferenz) wird heute überall in der Welt in Labors gearbeitet.

„Worm People“

Fire und Mello gehören zu den „Wurm-Leuten“ („Worm People“). Ihre Arbeit kreist um den durchsichtigen, nur einen Millimeter langen Fadenwurm C. elegans, an dem sie ihre Experimente ausführten. Mello forscht an der Universität von Massachusetts in Worcester. Er promovierte 1990 an der Harvard-Universität in Boston in Biologie. Mello ist begeisterter Segler („Ich stelle mich jedem Wind“) und Vater von vier Kindern. Fire arbeitet heute an der Universität Stanford in Palo Alto (Kalifornien). Zum Zeitpunkt der Forschung, die zum Nobelpreis führte, war er an der Carnegie Institution of Washington in Baltimore. Er promovierte 1983 in Biologie am Massachusetts Institute of Technology.

Bis das Ohr schmerzt

Beide Wissenschaftler arbeiten seit den späten 80er Jahren zusammen. Trotz großer räumlicher Entfernung kooperieren sie bis heute. „Stunden um Stunden tauschen wir Informationen am Telefon aus und reden über unsere Arbeit“, sagte Mello. „Solange, bis mein Ohr wehtut.“ wez

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