Gesundheit : Weniger Pestizide dank „Gen-Reis“ Neue Studie belegt ökologischen Nutzen

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Genetisch veränderter Reis liefert höhere Erträge als herkömmlicher, benötigt weniger Pestizide und ist deshalb auch für die Bauern verträglicher. Das ist das Ergebnis einer Studie chinesischer und japanischer Forscher, die heute im Fachblatt „Science“ veröffentlicht wird.

Eingesetzt wurden zwei Sorten von gentechnisch verändertem (GM)Reis, die gegen zwei verbreitete Schadinsekten (Reisstängelbohrer und Blattwickler) resistent waren. Beide Sorten stehen in China kurz vor der Zulassung. Den Bauern in acht Dörfern war freigestellt, auf insgesamt 347 Reisfeldern entweder konventionelles Saatgut oder GM-Reis zu verwenden. Ebenso konnten sie nach Gutdünken Pestizide einsetzen.

Am deutlichsten war der Unterschied bei den Pestiziden: Bauern, die herkömmlichen Reis anbauten, setzten acht- bis zehnmal so viel Pestizide ein. In den Entwicklungsländern haben viele Landwirte mit Krankheiten zu kämpfen, die auf Pestizide zurückgeführt werden.

Kopfschmerzen, Übelkeit, Hautreizungen und andere Beschwerden traten nach konventionellem Anbau in bis zu zehn Prozent auf. Bauern, die GM-Reis anpflanzten, hatten nach der Arbeit an diesen Pflanzen keine Gesundheitsbeschwerden, die durch Pestizide verursacht wurden. Die Erträge durch GM-Reis lagen bei der einen Sorte um neun Prozent höher, bei der anderen wurde kein nennenswerter Unterschied verzeichnet. Allerdings lagen in diesem Fall auch weniger Untersuchungsdaten vor, weil die Sorte nur in einem der acht Dörfer angebaut wurde.

„Die Untersuchung zeigt, dass GM-Reis für kleine und arme Bauernhöfe nützlich ist“, lautet das Fazit der Wissenschaftler. Reis wäre das erste Grundnahrungsmittel von globaler Bedeutung, bei dem Gentechnik eingesetzt würde. wez

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