Gesundheit : Wenn die Kühlung ausbleibt

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Gerade wenn das Klima der Erde Kühlung bräuchte, könnte die Leistung der Kältemaschine stark nachlassen, befürchten Meinrat Andreae vom MaxPlanck-Institut für Chemie in Mainz und Kollegen (Studie veröffentlicht im Fachblatt „Nature“, Band 435, Seite 1187). Heute fangen winzige Teilchen und Tröpfchen in der Luft einen Teil der Sonnenstrahlen, bevor sie die Erdoberfläche erreichen, ab und kühlen so die darunter liegenden Regionen. Viele dieser Aerosole entstehen aus Schwefelverbindungen, die Schornsteine von Kohlekraftwerken in Schwellenländern wie China oder Indien in die Luft blasen. Dort werden künftig wie heute bereits in Europa und den USA zunehmend Filter eingebaut. Die Aerosole in der Luft werden also abnehmen und die Kühlung wird schwächer. Zugleich werden Kraftwerke und Verkehr in Zukunft wohl eher noch mehr des Treibhausgases Kohlendioxid produzieren als heute, die Heizung läuft daher stärker als bisher. Bis zum Jahr 2100 könnte die Durchschnittstemperatur auf der Erde deshalb 4,5 Grad Celsius höher als heute liegen, schätzen die Forscher. RHK

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