Gesundheit : Wenn Menschen krank spielen

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Simulanten täuschen Krankheiten vor oder verletzen sich mit dem Ziel, eine Versicherung in Anspruch zu nehmen, dem Wehrdienst zu entfliehen oder einer Abschiebung zu entgehen.

Hypochonder glauben tatsächlich, krank zu sein, wünschen sich aber letztlich Gesundheit.

Menschen mit diesen beiden Verhaltensweisen fallen nicht unter das Krankheitsbild einer artifiziellen Störung oder eines Münchhausen-Syndroms, obwohl sie Krankheiten vorspielen.

Menschen mit Münchhausen-Syndrom oder der schwächer ausgeprägten artifiziellen Störung suchen keinen unmittelbar erkennbaren Vorteil und wollen nicht gesund werden. Sie unterliegen dem inneren Zwang, krank sein zu müssen, und haben häufig eine weitere seelische Störung wie Depressionen, Sucht oder Angsterkrankung.

Literatur:

Marc D. Feldman: „Wenn Menschen krank spielen. Münchhausen-Syndrom und artifizielle Störungen“ Ernst Reinhardt Verlag München 2006, 273 Seiten, 29,90 Euro.nsi

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