Gesundheit : Wenn Satelliten oder Raumstationen auf die Erde stürzen

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Nicht jeder Satellit verglüht beim Eintritt in die Erdatmosphäre vollständig. So stürzte 1978 ein sowjetischer Spionagesatellit ab – und es regnete radioaktive Trümmer über Nordkanada. Mit 6,5 Millionen Dollar Schadensersatz für die nötigen Aufräumarbeiten kam die Sowjetunion damals vergleichsweise glimpflich davon – nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Trümmer über einer Großstadt abgestürzt wären.

1979 stürzten Teile des amerikanischen Raumlabors Skylab über Australien ab. Damals sollten die Überreste der Raumstation eigentlich im Südatlantik landen. Im Februar 1991 fielen Teile der sowjetischen Raumstation Saljut 7 über Argentinien vom Himmel. Fünf Jahre später ging eine fehlgeleitete russische Marssonde in den südamerikanischen Anden nieder – bis heute fehlt von den wiederum radioaktiven Trümmern jede Spur. Die russische Raumstation Mir dagegen wurde im Frühjahr 2001 planmäßig im Südpazifik versenkt.

Bisher ist glücklicherweise noch kein Mensch durch herabstürzenden Weltraumschrott zu Schaden gekommen. Damit das auch so bleibt, bemühen sich die Weltraumorganisationen heute, Satelliten vor Ende ihrer Betriebsdauer kontrolliert zum gefahrlosen Absturz über unbewohnten Gegenden zu bringen. kay

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