Gesundheit : Wer soll für die deutsche Forschung sprechen?

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Sieben der insgesamt zehn deutschen Akademien – Berlin, Düsseldorf, Göttingen, Heidelberg, Leipzig, Mainz und München – sind in der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften zusammengeschlossen. Hinzu kommt die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina mit Sitz in Halle, die 1652 als weltweit erste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft gegründet wurde und im Kreis der deutschen Akademien bis heute sehr einflussreich ist. Daneben gibt es noch die Acatech – den 2002 geschaffenen Konvent für Technikwissenschaften der Akademieunion. Und auch in Hamburg wurde 2005 eine Akademie der Wissenschaften gegründet. Dass in den vergangenen Jahrhunderten keine nationale Akademie gegründet wurde, ist mit der Geschichte des Deutschen Reiches und mit der föderalen Staatsstruktur zu erklären. Sowohl die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften als auch die Leopoldina in Halle haben in den vergangenen Jahren Anspruch erhoben, künftig verstärkt auch nationale Aufgaben in der Politikberatung und der Vertretung der deutschen Wissenschaft im Ausland zu übernehmen. Jetzt setzen alle Akademien auf die Schaffung einer neuen, übergeordneten Gelehrtengesellschaft. Vorbild für die Deutsche Akademie der Wissenschaften sind nationale Akademien wie die 1660 geschaffene britische Royal Society, die 1666 gegründete französische Académie des sciences, die seit 1863 bestehende US-amerikanische National Academy of Sciences. -ry

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