Gesundheit : Wie der Vater, so der Sohn

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Mit der höchstmöglichen Auszeichnung in Chemie hat

Roger Kornberg , 59, den zweiten Nobelpreis für seine Familie eingeheimst. 1959 war schon Vater Arthur , 88, mit dem Medizin-Nobelpreis geehrt worden. An der Preisverleihung in Stockholm hat auch der damals 12-jährige Roger zusammen mit seinen Brüdern Thomas und Kenneth teilgenommen. Die Kornbergs sind bereits das sechste ausgezeichnete Vater-Sohn-Paar in der Nobelpreis-Geschichte. Den Rekord hält aber noch immer die Familie Curie : Als Physiker und Chemiker brachten es Vater, Mutter, Tochter und Schwiegersohn gemeinsam auf fünf Nobelpreise. Theoretisch haben die Kornbergs aber noch die Chance, den Rückstand auf die Curies zu verringern: 1970 entdeckte Rogers Bruder Thomas , 54, zwei DNS-Polymerasen von Bakterien. Der Professor für Biochemie an der Universität von Kalifornien in San Francisco bekam noch keinen Nobelpreis.

Roger studierte Chemie an der Harvard Universität und promovierte in Stanford, wohin er nach einem Aufenthalt im englischen Cambridge zurückkehrte. Von seinen Mitarbeitern wird er auf der Homepage als „unser mutiger Anführer“ bezeichnet. Sein früherer Postdoc, der Münchner Biochemiker Patrick Cramer, charakterisiert ihn als „großen Strategen“, der aber auch ein harter Konkurrent in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung sein könne. dal/pja

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