Gesundheit : Wie ein Blitz aus heiterem Himmel

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Die meisten der jährlich rund 200000 SchlaganfallOpfer in Deutschland trifft die Krankheit wie der Blitz. Jeder fünfte stirbt in den ersten vier Wochen daran; fast 40 Prozent sind es binnen eines Jahres. Je schneller ein Patient behandelt wird, umso größer sind dessen Chancen, die Hirnattacke zu überleben. Erschwert wird das allerdings dadurch, dass es zwei Arten von Schlaganfällen gibt, die jeweils andere Behandlungen erfordern.

In rund 15 Prozent aller Fälle liegt eine Hirnblutung als Folge eines verletzten oder geplatzten Gefäßes vor. Solche Blutungen müssen möglichst schnell durch eine Operation gestillt werden. Ganz anders gehen die Ärzte vor, wenn ein Gefäß verstopft und dadurch die Durchblutung des Gehirns unterbrochen wird. Diese Ischämie trifft sechs von sieben Patienten. Hier können gerinnungshemmende Medikamente Nervenzellen retten, wenn sie binnen drei bis sechs Stunden verabreicht werden. Weitere Gerinnsel lassen sich mit Acetylsalicylsäure („Aspirin“) verhindern.

Bei einer Hirnblutung würden diese Arzneien den Schaden allerdings nur noch verschlimmern. Deshalb sind spezielle Röntgengeräte – die Computertomographen – so wichtig. Mit dem „CT“ können die Ärzte den Unterschied zwischen Blutung und Ischämie feststellen.

Je früher nach einem Schlaganfall mit der Rehabilitation begonnen wird, umso besser sind die Chancen. An erster Stelle steht dabei die Krankengymnastik, gefolgt von Ergotherapie, bei der alltägliche Handlungen eingeübt werden. Oft leiden die Betroffenen auch unter Sprachstörungen. Diese sollten ebenfalls schnell von Logopäden behandelt werden. M.S.

Mehr im Internet unter:

www.schlaganfall-hilfe.de

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