Gesundheit : Yad Vashem ist die Mutter der Holocaust-Gedenkstätten

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Yad Vashem ist wohl die bekannteste Holocaust-Gedenkstätte weltweit. Das Mahnmal zum Gedenken an die ermordeten Juden Europas auf dem Jerusalemer Herzl-Berg gilt als die "Mutter der Holocaust-Gedenkstätten". Denn die ersten Schritte zur Einrichtung einer Erinnerungsstätte wurde schon 1942 getan, als die ersten Nachrichten über die Massenvernichtung der Juden durch das nationalsozialistische Deutschland nach Palästina drangen. Auch die Namensgebung wurde damals schon erwogen. Wörtlich übersetzt mit "Ort und Name", spielt "Yad Vashem" auf eine Prophezeihung des Jesaja an (56,5), wo es heißt: "Ich will ihnen in meinem Hause und in meinen Mauern einen Ort und einen Namen geben, besser denn Söhne und Töchter; einen ewigen Namen will ich ihnen geben, der nicht vergehen soll."

Durch die Wirren des israelischen Unabhängigkeitskrieges dauerte es aber noch bis 1953, bevor die Knesset ein Gesetz zur Errichtung der Gedenkstätte verabschiedete. Doch gedacht werden sollte nicht nur der wehrlosen Opfer, sondern auch der (alliierten) Soldaten und der Untergrundkämpfer in den Gettos, die für ihre Menschenwürde kämpften sowie der "Gerechten unter den Völkern", die den Juden Schutz und Unterschlupf gewährten.Das Archiv Yad Vashems mit Dokumenten, Zeugenaussagen und Erinnerungen gehört zu den umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen über die Ermordung und Verfolgung der europäischen Juden. Außerdem steht den Forschern eine 80 000 Bände umfassende Spezialbibliothek zur Verfügung. Das zweite Standbein bildet die öffentliche Vermittlungsaufgabe: Die auf der Hügelkuppe in eine parkartigen Landschaft eingebetteten Skulpturen, die Gedenkstätte, wo die Namen der toten Kinder gelesen werden, und das "Tal der zerstörten Gemeinden" wie auch die historische Ausstellung ziehen im Jahr 1,8 Millionen Besucher nach Yad Vashem.

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