Gesundheit : Zukunft für die Ruine

Wird das Naturkundemuseum künftig vom Bund gefördert?

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Das Naturkundemuseum in Berlin gehört zu den fünf bedeutendsten Museen seiner Art in der Welt. Aber es ist durch den Krieg schwer beschädigt worden und zeigt sich jenseits der Ausstellungsräume als Teilruine. Bisher ist das Naturkundemuseum Teil der HumboldtUniversität. Wenn das Museum dauerhaft gefördert werden soll, dann wäre die Überführung in die Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft die günstigste Lösung. Denn dann würden Bund und Länder jeweils die Hälfte der Kosten für die Baumaßnahmen, das Personal und die Sachmittel übernehmen.

Dazu ist jedoch die Zustimmung der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) erforderlich, die eine Entscheidung darüber bei ihrer Sitzung am Montag jedoch vertagt hat. Bisher gibt es einen Finanzvorbehalt des Bundes, denn die entscheidenden Verbesserungen für das Naturkundemuseum sollen erst vom Jahre 2006 an in Angriff genommen werden. Bisher hat der Bund die Absicht erklärt, für die Finanzierung der Leibniz-Gemeinschaft kein Geld mehr zur Verfügung zu stellen, sondern diese Aufgabe allein den Ländern zu überlassen. Insofern hätte eine positive Entscheidung der BLK für das Naturkundemuseum eine Bedeutung, die über Berlin hinausreicht.

Wenn es allein um die Renovierung und Erschließung neuer Ausstellungsräume im Naturkundemuseum geht, so erscheint die Finanzierung für diesen Zweck gesichert. Die EU steuert acht Millionen Euro aus ihrem Programm zur Regionalförderung bei, weil es sich hierbei auch um wirtschaftliche und touristische Infrastruktur handelt. Die Gegenfinanzierung in Höhe von acht Millionen Euro leistet das Land Berlin aus Lottomitteln. Wenn es jedoch um den wissenschaftlichen Ausbau des Naturkundemuseums geht kann eine Lösung nur über die BLK oder die Gemeinschaftsfinanzierung von Bund und Ländern im Hochschulbau gefunden werden. Hierbei handelt es sich um Kosten in Höhe von 120 Millionen Euro. U.S.

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