Gesundheit : Zukunftspreis 2000: Jury nominiert vier Teams

Für den mit 500 000 Mark dotierten Deutschen Zukunftspreis 2000 hat die Jury vier Teams aus Forschung und Industrie vorgeschlagen. Die Auszeichnung werde Bundespräsident Johannes Rau am 19. Oktober auf der Expo in Hannover verleihen, teilte das Büro Deutscher Zukunftpreis mit.

Karlheinz Brandenburg und seine Kollegen vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (ISS-A) in Erlangen programmierten das Dateiformat MP3, das Musikdateien verkleinert. Sie können daher zwölf Mal schneller aus dem Internet geladen werden und passen auf besondere Player.

Ein Team um den Physiker Wolf-Eckhart Bulst vom Münchner Unternehmen Siemens entwickelte einen Messfühler, der ohne Strom arbeitet. Er meldet sich per Funk selbst und zwar nur dann, wenn sich etwas ändert. Die Energie bezieht der Sender aus dem Ereignis selbst.

Eine besonders umweltfreundliche Papierherstellung erfand das Augsburger Unternehmen Haindl Papier. Damit könne auch für die Herstellung von höherwertigen Magazinpapier eine großer Anteil Altpapier verwendet werden.

Die beiden Mainzer Professoren Ernst Otten und Werner Heil wurden für den Einsatz des Edelgases Helium-3 bei der Lungendiagnostik nominiert. Sie ermöglichten neuartige Lungenuntersuchungen mit dem Gas, das als Kontrastmittel eingeatmet wird. Damit können detailreiche Bilder von der Lunge geliefert werden.

Der Forschungspreis wurde 1997 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog ins Leben gerufen. Über die Vergabe entscheidet am 19. Oktober eine Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft.

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