Getriebeschaden : Gefangen im Greifarm-Karussell

Es sollte ein spaßiger Nachmittag auf dem Rummelplatz werden. Doch noch während der Fahrt mit dem Karussell ist Schluss mit lustig - 29 Fahrgäste hängen in Luxemburg bis spät in die Nacht in ihren Gondeln fest. Glücklicherweise nicht kopfüber.

LuxemburgIn einem "Greifarm-Karussell" auf einem Jahrmarkt in Luxemburg haben 29 Fahrgäste in etwa 20 Metern Höhe nachts stundenlang festgesessen. Wegen eines Getriebeschadens konnte das Fahrgeschäft nicht mehr zu Boden gesenkt werden, so dass die Menschen auf ihren Sitzen "in der Luft" hingen, teilte die Polizei in Luxemburg am Montag mit. Die Feuerwehr rettete die Passagiere mit Drehleitern aus ihrer misslichen Lage. Unterkühlt, aber unverletzt konnten sie in der Nacht zum Sonntag erst nach zweieinhalb Stunden geborgen werden. In dem Karussell "X-Treme" mit fünf drehenden "Armen" werden die Passagiere nach oben und unten bewegt, wobei sich gleichzeitig deren Sitze überschlagen.

Die Bergung war zeitaufwendig: Da ein Sicherheitsbügel jeweils fünf Fahrgäste absicherte, musste jeder Passagier zusätzlich gesichert werden, bevor der Bügel geöffnet werden konnte. Dann wurde jeder Fahrgast einzeln in die Körbe der Drehleitern gehievt und nach unten gelassen. Die "Festsitzenden“ hätten sich "äußerst ruhig“ verhalten; es habe keine Panik gegeben, teilte die Polizei mit. Glücklicherweise hätten die Sitzbänke so gedreht werden können, dass kein Fahrgast mit dem Kopf nach unten hing. Das Fahrgeschäft auf der "Schobermesse" wurde bis auf weiteres stillgelegt. (sgo/AFP)

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