Gewerkschaft Verdi hält an Kritik fest : Situation im Kieler Klinikum teils „haarsträubend“

Derzeit werden im Kieler Universitätskrankenhaus (UKSH) noch 16 Patienten isoliert, bei denen der Keim Acinetobacter baumannii nachgewiesen wurde. Die Gewerkschaft Verdi hält an der Kritik fest, das Reinigungspersonal der Klinik sei überlastet.

Unter Druck. Jens Scholz versuchte, während einer Pressekonferenz am Montagabend den Ruf seiner Klinik zu verteidigen.
Unter Druck. Jens Scholz versuchte, während einer Pressekonferenz am Montagabend den Ruf seiner Klinik zu verteidigen.Foto: dpa

Die Gewerkschaft Verdi hält an ihrer Kritik an der Situation des Pflege- und Reinigungspersonals im Kieler Universitätskrankenhaus (UKSH) fest. „Seit 2010 wird das Personal im Pflegebereich sukzessive abgebaut“, sagte Verdi-Gesundheitsexperte Steffen Kühhirt am Dienstag in Kiel. Rund 60 Prozent von 1864 Gefährdungsanzeigen von UKSH-Mitarbeitern im Jahr 2013 seien mit Arbeitsüberlastung begründet. „Haarsträubend“ sei die Situation im privatisierten Bereich Service.

Die Zahl der Reinigungskräfte reiche schlichtweg nicht aus, um wie vorgeschrieben die Räume reinigen und desinfizieren zu können. Klinik-Chef Jens Scholz hatte am Vortag die Kritik von Verdi zurückgewiesen und erklärt, der Personalschlüssel sei besser als im Bundesdurchschnitt. Das UKSH kämpft derzeit mit der Ausbreitung eines multiresistenten Keims. (dpa)

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