Glückspiel : Großmutter vergisst Lottoschein

Eine Kalifornierin, die in Armut lebt, hat mehr als 200 Lottoscheine herumliegen. Sie schaut nur selten nach, ob sie etwas gewonnen hat. Jetzt hat sie ihren Millionengewinn gerade noch rechtzeitig eingelöst.

Julie Cervera musste in den vergangenen Monaten jeden Dollar zweimal umdrehen. Lebensmittel für ihre Familie, die Stromrechnung oder die Monatsrate für die Kabelfirma – es reichte immer nur knapp. Dabei war die 69-jährige Kalifornierin während der ganzen Zeit Millionärin, ohne es zu wissen.

Seit Mai lag im Handschuhfach ihres Autos ein Lottoschein über einen Gewinn von 23 Millionen Dollar. Ihre Tochter Charliena Marquez hatte das Ticket damals in einem Spirituosengeschäft für ihre Mutter gekauft. Die beiden waren gemeinsam im Auto unterwegs, als Marquez ihre Mutter darum bat anzuhalten, damit sie sich eine Flasche Wasser kaufen könne. Ihre Tochter habe ihr einen Lottoschein aus dem Geschäft mitgebracht. „Ich habe ihn dann in meinem Auto gelassen“, sagt Cervera. „In meinem Haus liegen bestimmt 200 Lottoscheine herum. Ich schaue nie nach, ob ich gewonnen habe.“ Am vergangenen Donnerstag suchte sie dann aber doch im Handschuhfach ihres Autos, und das Ticket war noch da. Cervera entdeckte den Schein gerade noch rechtzeitig – am 26. November wäre er abgelaufen. Zuvor hatte ihr jemand ein Foto geschickt, auf dem ihre Tochter beim Kauf des Tickets zu sehen war. Mit der Veröffentlichung der Aufnahme von der Überwachungskamera des Spirituosengeschäfts wollte die Lottogesellschaft nach dem Käufer des Gewinnerscheins suchen.

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05.11.2012 10:51Eine Kalifornierin, die in Armut lebt, hat ihren millionenschweren Lottogewinn gerade noch rechtzeitig eingelöst. Aus diesem...

„Ich habe meine 99-Cent-Brille aufgesetzt, aber ich musste noch eine zweite aufziehen, um sie zu erkennen“, sagt Cervera. Die Bildunterschrift konnte sie aber immer noch nicht lesen. „Also habe ich die dritte Brille aufgesetzt und gesehen, dass ich gewonnen hatte. Ich dachte mir: ,Das kann nicht sein’.“ Ihre Tochter verpasste zuvor einige Anrufe und Nachrichten von Verwandten und Freunden, die sie auf dem Foto in der Lokalzeitung erkannt hatten. „Meine Schwester rief mich dann um elf Uhr abends an und weckte mich auf. Sie sagte: ,Das bist du’.“ Die Großmutter ist Witwe und bezieht seit 20 Jahren Invalidenrente. Ihre Familie hat schwere Zeiten durchlebt. Jetzt will sie sich erst einmal neue Turnschuhe kaufen. Das Geld will sie aber nicht gestaffelt ausgezahlt bekommen, sondern alles sofort, damit sie es noch zu Lebzeiten ausgeben kann. (dapd)

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