Golf von Mexiko : Auffangtrichter über Bohrloch entfernt

Rückschlag im Kampf gegen die Ölpest: Nach einem Zusammenstoß mit einem Untersee-Roboter musste der Trichter über dem Bohrloch entfernt werden. Das Öl strömt nun wieder ungehindert aus.

Der Erdölstrom reißt nicht ab.
Der Erdölstrom reißt nicht ab.Foto: dpa

Auffangsystem für auslaufendes Öl im Golf von Mexiko entfernt worden - Pump-Stopp nach Zusammenstoß mit Untersee-Roboter = Washington, 23. Juni (AFP) - Die Bemühungen des britischen Energiekonzerns BP um eine Eindämmung der Ölpest im Golf von Mexiko haben einen schweren Rückschlag erlitten: Der Trichter, der zum Abpumpen des Öls über das lecke Bohrloch gestülpt worden war, musste nach Behördenangaben am Mittwoch entfernt werden.

Dies sei nach einem Zusammenstoß eines Unterseeroboters mit einem der Absaugventile notwendig geworden, sagte der Krisenkoordinator der US-Regierung, Thad Allen. Nach dem Zwischenfall sei „eine Art Gas aufgestiegen“. Der Trichter werde nun überprüft und möglicherweise noch am Mittwoch wieder angebracht, sagte Allen. Die Reaktivierung des Abpumpsystems werde aber sicher deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Die Ölpest im Golf von Mexiko
20. April 2010: Die 80 Kilometer vor der Küste des US-Bundesstaats Louisiana gelegene Förderplattform "Deepwater Horizon" explodiert, elf Arbeiter sterben.Weitere Bilder anzeigen
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19.04.2011 13:0120. April 2010: Die 80 Kilometer vor der Küste des US-Bundesstaats Louisiana gelegene Förderplattform "Deepwater Horizon"...

Die von BP betriebene Ölplattform „Deepwater Horizon“ war am 20. April explodiert und zwei Tage später gesunken. Seitdem sprudeln Millionen Liter Rohöl aus dem lecken Bohrloch ins Meer und verschmutzen die Küsten. BP war wegen seines Krisenmanagements massiv in die Kritik geraten. AFP

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