Welt : Greifen Kelly-Family-Fans zu Morddrohungen?

Wegen zahlreicher Morddrohungen hat der Schlagersänger Bernhard Brink bei der Berliner Polizei Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Einen entsprechenden Bericht der "Bild"- Zeitung bestätigte Brink am Samstag. Das Blatt hatte gemeldet, wütende Fans der von Brink kritisierten Kelly Family wären für die Nachstellungen verantwortlich. Diesen Zusammenhang bestritt Brink allerdings: "Das hat mit den Kellys eigentlich nichts zu tun." Als "Unsinn" bezeichnete er auch die Behauptung, er wolle Polizeischutz beantragen: "Man muss es nicht übertreiben."

Kommentatoren hatten nach der Kandidatenaufstellung für die deutsche Vorausscheidung des Schlager-Grand-Prix darauf hingewiesen, dass wegen der überwiegend langweiligen Kandidaten Sensationsmeldungen und PR-Gags notwendig seien, um das Interesse an dem Wettbewerb wachzuhalten. Sowohl Bernhard Brink als auch die Kelly Family treten an. Die Spaßfraktion um Stefan Raab hatte sich dagegen zurückgezogen und den alten Gesichtern noch einmal den Vortritt gelassen.

Bernhard Brink war auf seiner Homepage von den Fans der Kelly Family hart attackiert worden, nachdem er kürzlich Kritik an dem singenden Familien-Clan geübt hatte. Im Gästebuch finden sich Kommentare wie "Wir kriegen Dich, Du Schlageraffe!" Brink betonte allerdings, dass er unabhängig von dem Konflikt mit den Kellys auch in der Vergangenheit wiederholt Drohungen per Telefon oder SMS erhalten hätte. Mit seiner Strafanzeige habe er nun lediglich zeigen wollen, dass sich Fans nicht alles erlauben dürften: "Ich wollte ein Zeichen setzen."

Hintergrund ist eine Aktion von Gitarrist Joey Kelly, der in der vergangenen Woche den Wagen dreier Fans demoliert hatte. "Die Kellys wären schlechte Botschafter für unser Land", sagte Brink daraufhin in der "Bild" und sprach sich damit indirekt dafür aus, die Kelly Family von der deutschen Vorentscheidung für den Grand Prix dEurovision auszuschließen. Dort wird sich auch Brink im Duett mit Ireen Sheer darum bewerben, Deutschland beim europäischen Song-Contest zu vertreten. Von einer Disqualifikation will Brink aber inzwischen nichts mehr wissen: "Joey hat sich entschuldigt, und damit ist die Sache erledigt."

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