Griechenlandreise : Alles auf Deutsch - Brite verklagt Veranstalter

Ein englischer Tourist klagte gegen seine Griechenlandreise. Grund: Der 47-Jährige und seine Familie konnten nicht am Unterhaltungsprogramm teilnehmen, weil dieses aufgrund der vielen deutschen Gäste nicht auf englisch stattfand.

LondonWeil zu viele Deutsche in seinem Hotel wohnten, hat ein britischer Tourist vor Gericht Schadenersatz für eine Griechenlandreise erstritten. David Barnish hatte 4000 Pfund (5100 Euro) für einen Urlaub mit seiner Frau und seinen drei Töchtern auf der griechischen Ferieninsel Kos bezahlt, wie die  Zeitungen "Daily Telegraph" und "Sun" am Samstag berichteten. Da  aber alle Aktivitäten für Kinder und Erwachsene in dem Hotel auf Deutsch organisiert wurden, konnte die britische Familie nicht daran teilnehmen.

Barnish verklagte daraufhin die Firma Thomson wegen Vertragsbruchs, da sie verschwiegen hatte, dass das Grecotel Park Hotel fast ausschließlich von Deutschen bewohnt wird. Den Zeitungsberichten zufolge sprach ein Gericht in der englischen Stadt Stoke dem 47-Jährigen Schadenersatz in Höhe von 750 Pfund zu, da ein in einem englischen Prospekt aufgeführtes Hotel auch für englischsprachige Gäste sorgen müsse.

"Ich bin kein Rassist", sagte Barnish den Blättern, "ich würde auch nicht in ein Hotel gehen wollen, dass von Engländern übervölkert ist, und das würde auch für Franzosen oder Spanier oder andere Nationalitäten gelten". Doch in dem von ihm gewählten Hotel "war vom Zettel am Morgen bis hin zu der Sprache der Reiseleiter alles deutsch". (kda/afp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar