Grill-Rekord : Dromedar am Spieß

Das arabische Traditionsgericht Méchoui besteht normalerweise aus Hammel. Für einen Eintrag ins Guinness-Buch packte der französische Grillmeister Christian Falco nun in Marokko ein 550-Kilogramm-Dromedar auf den Spieß.

Dromedar am Spieß Foto: AFP
15 Stunden Garzeit. Der Meister Christian Falco und sein Riesen-Méchoui. -Foto: AFP

SafiNach Angaben des Kochs stellte er mit seinem Rezept den "größten Méchoui der Welt" her. Der Rekordversuch fand in der Stadt Safi, 390 Kilometer südlich von Rabat, statt. Falco ließ das Rekordgericht für die Guiness-Redaktion notariell beglaubigen.

Das Dromedar wurde 15 Stunden lang am Spieß gegart. Die Tradition des Méchoui sei "ein wenig in Vergessenheit geraten", sagte Falco. Im 18. Jahrhundert habe der König bei Festlichkeiten "der Menge ein gegrilltes Kamel geschenkt". Zum Grillen des Dromedars benötigte Falco 15 Liter Öl und drei Tonnen Holz.

In Safi wurden schon mehrfach kulinarische Rekordleistungen vollbracht. Im Juli 1999 wurde dort in einer Pfanne mit 6,3 Meter Durchmesser ein marokkanisches Schmorgericht (Tajine) hergestellt, das ebenfalls als größtes seiner Art durchging. Bei anderer Gelegenheit beteiligten sich 200 Frauen an der Zubereitung von Frikadellen aus Sardinen.

18-Tonnen-Curry-Gericht

Einen weiteren kulinarischen Weltrekordversuch können Urlauber am 15. Dezember in Durban in Südafrika verfolgen: Dort soll das größte Curry-Gericht der Welt zubereitet werden. Aus Hühnerfleisch, Tomaten, Zwiebeln, Gewürzen und anderen Zutaten sollen insgesamt 18 Tonnen der scharfen Speise gekocht werden. Allein an Hühnerfleisch werden die Köche 13.000 Kilogramm verarbeiten. Von den 60.000 Mahlzeiten soll ein Drittel an arme Menschen verteilt werden. Bisher halte den Curry-Rekord mit 10,3 Tonnen die Stadt Litchfield in Großbritannien. Durban gilt nach Angaben des Tourismusamtes als "Curry-Hauptstadt" Südafrikas. Viele Einwohner sind indischer Abstammung. (mit AFP/dpa)

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