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Großbrand auf Mallorca-Fähre : 156 Menschen von der "Sorrento" gerettet

Auf der Fahrt von der Ferieninsel Mallorca nach Valencia ist auf der Fähre "Sorrento" ein Feuer ausgebrochen. Passagiere und Besatzung konnten an Land und in Sicherheit gebracht werden. Das Schiff droht unterzugehen.

Die brennende Fähre "Sorrento" auf dem Meer vor Mallorca
Die brennende Fähre "Sorrento" auf dem Meer vor MallorcaFoto: EPA/Passenger/Handout

Nachdem auf der Fähre "Sorrento" von Mallorca nach Valencia ein Großbrand ausgebrochen war, konnten Rettungskräfte alle 156 Menschen noch in der nähe der spanischen Ferieninsel in Sicherheit bringen. Auf der „Sorrento“ war am Dienstag auf der Fahrt von Palma de Mallorca zur ostspanischen Hafenstadt Valencia ein Feuer ausgebrochen, das sich rasch über das ganze Schiff ausbreitete.

Wie die Hafenbehörde in Palma de Mallorca mitteilte, eilten zwei Schiffe, die sich in der Nähe Unglücksstelle westlich der Insel befanden, der Fähre zu Hilfe. Die geretteten Passagiere aus 13 Ländern - unter ihnen Deutsche, Chinesen und Australier - und die Besatzungsmitglieder trafen gegen 20.30 Uhr im Hafen von Palma ein.

Im Hafen warteten Ärzte und Krankenwagen, Polizisten und Journalisten auf die Geretteten. Vier Besatzungsmitglieder hätten Rauchvergiftungen erlitten und seien mit Hubschraubern nach Mallorca gebracht worden, hieß es. Ernsthaft verletzt wurde bei dem Unfall nach den bisher vorliegenden Informationen jedoch niemand.

Von der Fähre stiegen riesige Rauchwolken empor, die weithin sichtbar waren. Das Schiff gehört der italienischen Reederei Grimaldi Lines in Neapel und war an die spanische Linie Acciona-Trasmediterranea ausgeliehen worden. Diese teilte unterdessen mit, das Feuer sei aus noch unbekannter Ursache auf dem Parkdeck der Fähre ausgebrochen.

Nach Informationen des Rettungsdienstes der Balearen waren 156 Menschen an Bord der Fähre - 143 Passagiere und 13 Besatzungsmitglieder. Zunächst war von rund 200 Geretteten die Rede gewesen. Verkehrsministerin Ana Pastor machte sich inzwischen nach Angaben der Madrider Regierung nach Mallorca auf, um „die Situation vor Ort zu überwachen“.

Brand zwei Stunden nach Ablegen

Die Fähre war gegen Mittag in See gestochen. Gut zwei Stunden später brach an Bord ein Feuer aus, das sich zu einem Großbrand ausweitete. Wie die Hafenbehörde mitteilte, drohte die Fähre, die sich zuletzt 18 Seemeilen (33 Kilometer) westlich von Mallorca befand, wegen der Dimension des Feuers unterzugehen. Da die Besatzung das Feuer nicht an Bord unter Kontrolle bringen konnte, hätten die Menschen das Schiff über Rettungsrutschen verlassen müssen, teilten die Rettungskräfte vor Ort mit. Der Kapitän des Schiffes hatte demnach eine Evakuierung zunächst für nicht nötig gehalten, sich schließlich aber doch zu der Maßnahme entschlossen.

Nach Informationen der italienischen Nachrichtenagentur Ansa hatte die Besatzung das Schiff nach der Rettungsaktion aufgegeben und verlassen. (dpa/AFP)

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