Großbritannien : Maddies Eltern verwenden Spenden für Hauskredit

Die Eltern der verschwundenen Madeleine haben mit Geldern aus dem Hilfsfonds für die Suche nach dem Mädchen Hypothekenraten für ihr Haus bezahlt. Seit dem Verschwinden ihrer Tochter hat das Ärzteehepaar nicht mehr gearbeitet.

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Kate und Gerry McCann. -Foto: dpa

Der Sprecher des Paares, Clarence Mitchell, bestätigte entsprechende Angaben britischer Medien. Kate und Gerry McCann hätten zwei Monatsraten für ihren Hauskredit mit Mitteln des Fonds "Find Madeleine" (Findet Madeleine) beglichen.

Nachdem die McCanns im Sommer von der portugiesischen Polizei formell als Verdächtige eingestuft wurden, sei aus dem Fonds kein Geld mehr für Hypothekenraten verwendet worden. "Sie haben akzeptiert, dass sie angesichts dieser veränderten Situation nicht mehr berechtigt sind, solcherart Unterstützung in Anspruch zu nehmen."

Das Ärzteehepaar hatte sich nach dem Ende seines Urlaubs unbezahlt freistellen lassen, um sich uneingeschränkt der internationalen Suche nach ihrer am 3. Mai bei einem Portugalurlaub verschwundenen Tochter widmen zu können. Dafür waren Spenden in Höhe von mehr als einer Million Pfund (rund 1,5 Millionen Euro) eingegangen. Nach britischen Medienberichten will Gerry McCann in Kürze seine Arbeit als Kardiologe wieder aufnehmen, um Geld zu verdienen.

Die monatlichen Hypothekenkosten für das Haus der McCanns in dem vornehmen mittelenglischen Dorf Rothley werden nach Angaben der "Daily Mail" auf 2000 Pfund (fast 3000 Euro) im Monat geschätzt. Gerry McCann verdiene als Arzt monatlich etwa 6250 Pfund. (mit dpa)

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