Großeinsatz : Bewaffneter Mann in Berliner Schule vermutet

Ein Hubschrauber kreist über dem Gelände, Hundertschaften der Polizei sind im Einsatz, Spezialkräfte und Hundestaffeln durchsuchen die Klassenräume: In eine Schule in Berlin-Kreuzberg ist möglicherweise ein bewaffneter Unbekannter eingedrungen. Alle Schüler mussten das Gebäude verlassen.

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Polizei-Einsatz in Kreuzberg. -Foto: ddp

BerlinGegen 9 Uhr morgens erreichte die Polizei ein Notruf aus dem Oberstufenzentrum Handel in der Kreuzberger Wrangelstraße, Ecke Skalitzer Straße. Der Schuldirektor informierte die Polizei, dass sich möglicherweise eine Person mit einer Waffe in dem Gebäudekomplex aufhalte. Allerdings hat der Schulleiter den oder die Verdächtigen nicht selbst gesehen. Ihm wurde ein entsprechender Hinweis lediglich zugetragen.

Offenbar hat die Polizei aber noch weitere Verdachtsmomente. Denn andernfalls ließe sich ein derartiger Großeinsatz kaum rechtfertigen, sagen Beobachter. Möglicherweise halten sich bis zu vier bewaffnete Personen in dem Schulgebäude auf, hieß es aus Kreisen vor Ort.

Hundestaffeln und Hubschrauber im Einsatz

Die Polizei bietet eine Menge auf. Zwei Hundertschaften der Polizei sind allein damit beschäftigt, das Gelände abzuriegeln. Spezialkräfte der Kriminalpolizei durchsuchen die Klassenräume. Auch Hundestaffeln werden eingesetzt. Über dem Gelände kreiste zeitweise ein Hubschrauber. Auch Feuerwehrleute und einige Krankenwagen sind vor Ort. Bisher haben die Einsatzkräfte aber nichts Verdächtiges gefunden, sagte ein Polizeisprecher am Mittag.

Alle Schüler wurden in Sicherheit gebracht. Unbeteiligte Personen sind nicht mehr in der Schule. Die Schüler stehen mittlerweile in sicherem Abstand neben dem Gelände, beobachten das Geschehen und erzählen sich die wildesten Gerüchte.

Mit mehr als 6000 Schülern und 260 Lehrer ist die Berufsschule nach eigenen Angaben die größte Deutschlands. Der große, unübersichtliche Komplex besteht aus Alt- und Neubauten. (svo/ha/ddp/AFP/dpa)

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