• Grubenunglück in der Ukraine: Verdacht auf illegalen Kohleabbau vor der Explosion

Grubenunglück in der Ukraine : Verdacht auf illegalen Kohleabbau vor der Explosion

Zwölf Bergleute sind nach dem Grubenunglück in der Ukraine immer noch verschüttet - ein Lebenszeichen von ihnen fehlt bisher. Die Bergbaubehörde äußert indessen den Verdacht, dass in der Grube illegal Kohle abgebaut wurde.

Moskau/ KiewIm ostukrainischen Donez-Kohlerevier geht die Suche nach zwölf verschütteten Bergleuten unter Tage weiter. Es gibt auch zwei Tage nach der schweren Grubengasexplosion kein Lebenszeichen von ihnen, teilte die Gebietsverwaltung am Dienstag nach Angaben der russischen Agentur Interfax mit. Am Vortag hatten Rettungskräfte 23 andere Bergleute aus ihrem unterirdischen Gefängnis in mehr als 800 Metern Tiefe befreit. In der Nacht zum Dienstag hieß es zunächst noch, 13 Bergleute würden vermisst. Diese Zahl wurde inzwischen korrigiert.

Die nationale Bergbau-Aufsichtsbehörde äußerte den Verdacht, dass in der betroffenen Schachtanlage "Karl Marx" vor der Explosion am Sonntag in offiziell stillgelegten Abschnitten illegal Kohle abgebaut wurde. Es gebe mehrere konkrete Hinweise darauf, dass das Förderverbot umgangen wurde. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf.

Die Regierung in Kiew hatte wegen der schlechten Sicherheitslage im Bergbau und den daraus resultierenden schweren Grubenunglücken in den vergangenen Monaten Dutzende Schächte schließen lassen. Mancherorts wird dennoch weiter gefördert, weil der Profit lockt und es keine anderen Verdienstmöglichkeiten für die Bergleute gibt. (ut/dpa)

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