Grubenunglück in Utah : Drei Helfer bei Rettungsversuch getötet

Bei dem Versuch, ihre in einem Bergwerk im US-Bundesstaat Utah verschütteten Kumpel zu retten, sind drei Helfer ums Leben gekommen. Nach einem "seismischen Schlag" stürzte eine Stollendecke ein.

WashingtonSechs weitere Helfer wurden bei dem Unglück in der Genwal-Mine im Crandall Canyon nach Angaben der US-Behörden und nach US-Medienberichten verletzt. Ein Sprecher des Arbeitsministeriums sagte, während die Männer tief im Stollen nach den sechs verschütteten Bergleuten suchten, habe sich ein "seismischer Schlag" ereignet. Der Druck der Gesteinsmassen auf den Stollen habe die Decke einstürzen lassen.

Einer der Helfer war demnach sofort tot, ein weiterer erlag später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Die TV-Sender CNN und Fox News berichteten unter Berufung auf Krankenhausmitarbeiter, ein dritter Helfer sei gestorben.

Kein Lebenszeichen von Verschütteten

Der gefährliche Rettungseinsatz galt sechs Bergleuten, die seit dem 6. August in der Genwal-Mine rund 500 Meter unter der Erde verschüttet sind. Auf der Suche nach ihnen mussten sich die Rettungskräfte in der entlegenen Bergregion knapp 200 Kilometer südöstlich von Salt Lake City durch Tonnen von Gestein und Schutt graben. Trotz des Einsatzes einer Kamera und von Mikrofonen, die in dafür gebohrte Schächte hinabgelassen wurden, gab es bisher kein Lebenszeichen von den Verschütteten.

Der Sprecher des Arbeitsministeriums sagte nach dem neuen Unglück, es sei noch nicht klar, ob die Rettungsbemühungen nun fortgesetzt würden. Der Einsatz war von Beginn an durch Bewegungen der Gesteinsmassen in dem Bergwerk behindert gewesen. Bergwerksbetreiber Robert Murray hatte gesagt, derart schwierige Bedingungen habe es in den vergangenen 50 Jahren in dem Bergwerk noch nicht gegeben. (mit AFP)