Welt : Grüne Weihnacht

Bis zum Wochenende ist Schnee ausgeschlossen

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Berlin - Sonne und Wärme und Schnee und Weihnachten? Der Mensch kann nicht alles haben. Eine weiße Weihnacht halten die Meteorologen in diesem Jahr für ausgeschlossen.

Vor allem für Berlin und Brandenburg. Alle Computermodelle sehen für die kommenden Tage ein Hoch voraus, das über Deutschland Richtung Osten wandern wird. Das bedeutet, dass es etwas kühler wird – das ist schon mal nicht schlecht – und trocken bleibt, auch gut, und später am Tag zeigt sich sogar die Sonne, sagt der Meteorologe Hans Joachim Knußmann von meteoXpress.

Wer lieber Schnee hätte, der muss sich im Klaren sein, dass das nur mit einer grundlegenden Wetterumstellung geht. Ob das besser ist? Damit Berlin unter einer weißen Decke liegt, müsste sich ein Hoch über Skandinavien so festsetzen, dass östlich davon eiskalte nordöstliche Luft zu uns strömt, die außerdem auch noch feucht ist. Wem das lieber ist, bitte, Weihnachten darf sich jeder was wünschen. Aber erst mal würde es bitterkalt und feucht und klamm. Und genau das bleibt uns erspart. Für Wintersportler wäre es ideal, wenn es in den Bergen bei gruseligem Wetter schneit, während man gerade zu Hause Weihnachten feiert, und anschließend ein Hoch Sonne bringt, wenn man nach Weihnachten in die Berge fährt. Aber so wird es wohl nicht kommen. Die Meteorologen sagen allenfalls schwache Schneefälle in den Bergen voraus.

In den Wintersportgebieten macht sich Depression breit. Eigentlich sollten die Pisten um diese Zeit längst befahrbar sein. Aber wohin man schaut, nach Bayern, nach Österreich, in die Schweiz, nach Italien, aber auch nach Osteuropa: überall Fehlanzeige. In manchen Gebieten fährt noch kein einziger Lift. Auch Schneekanonen nützen nichts, wenn es weit und breit grün ist. Man muss schon ganz weit hinauf auf die Zugspitze, um 60 Zentimeter Schnee unter den Brettern zu haben.

Aber grün ist auch schön. Und blaues Meer wäre auch nicht schlecht. os

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