Günstige Cabrios für den Sommer : Frei zu sein bedarf es wenig

11.05.2012 11:00 Uhr
Fünf für den Sommer: Oben das Mini Cabrio, unten von links das Smart Fortwo Cabrio, der Peugeot 207 CC, der Fiat 500 C und der Renault Wind. Foto: Hersteller
Fünf für den Sommer: Oben das Mini Cabrio, unten von links das Smart Fortwo Cabrio, der Peugeot 207 CC, der Fiat 500 C und der Renault Wind. - Foto: Hersteller

Cabrio-Fahren hat nicht zwangsläufig etwas mit Luxus zu tun. Auch für kleines Geld lässt es sich ganz ordentlich offen fahren. Ein Blick auf die fünf günstigsten Modelle der Saison.

Man kann 2,3 Millionen Euro für einen 1200 PS-starken Bugatti Grand Sport Vitesse ausgeben, um im offenen Auto zu flanieren. Man muss aber nicht. Das in diesem Fall schöne Gefühl, kein Dach über dem Kopf zu haben, lässt sich auch deutlich unterhalb der Einkommensliga von Top-Managern genießen. Auch die fünf günstigsten Cabrios auf dem deutschen Markt haben ihren ganz besonderen Reiz.

Noch immer die preiswerteste Art des Offenfahrens bietet das Smart fortwo Cabrio. Für 13 925 Euro bekommt man den Zweisitzer mit dem vollautomatischen Stoffverdeck. Auf Knopfdruck öffnet sich das Stoffdach, die Heckscheibe kann umgeklappt werden.

Für das volle Oben-Ohne-Feeling muss der Fahrer aber noch per Hand die Dachholme entfernen und im Kofferraum verstauen. Als Antrieb fungiert der sparsame Einstiegsbenziner mit 52 kW/71 PS (Normverbrauch dank Start-Stopp-Technik 4,3 Liter) mit automatisiertem Getriebe.

Smart bietet immer noch eine der günstigsten Varianten offen zu fahren. Foto: Hersteller
Smart bietet immer noch eine der günstigsten Varianten offen zu fahren. - Foto: Hersteller

Nur wenig teurer, aber schon deutlich geräumiger ist der kleine, aber viersitzige Fiat 500 C, der ab 14.200 Euro In der Preisliste steht. Die offene Version des Retro-Kleinstwagens ist strenggenommen kein richtiges Cabrio, da das elektrische Stoffverdeck nur wie eine Markise herabgerollt werden kann, die Dachholme aber stehenbleiben. Für Frischluftwirbel im Innenraum und besseres Sehen- und Gesehen-werden reicht es aber allemal. Für den Antrieb gibt es einen 51 kW/69 PS starken Benziner mit 5,1 Liter Normverbrauch.

Kein Wind beim Renault Wind

Der Renault Wind, unser drittgünstigstes Angebot, versteht sich als Roadster. Der kleine Franzose nutzt die Technik des Kleinstwagens Twingo und wird von einem 75 kW/102 PS-Motor angetrieben. Das einteilige Metalldach wird einfach nach hinten geklappt und verschwindet im Kofferraum. Die dabei entstehende Offenheit ist jedoch begrenzt. Vorne verhindert die lange Windschutzscheibe Frischluft-Feeling, hinten bleiben die C-Säule und Heckfenster stehen. Praktisch ist aber, dass das Kofferraumvolumen durch das geöffnete Dach nicht beeinträchtigt wird, es bleibt bei mehr als adäquaten 270 Litern. Der Einstiegspreis von 16.900 Euro wird durch eine umfangreiche und schicke Ausstattung gerechtfertigt.

Wenig Cabrio und doch offen: Der Renault Wind öffnet sich nur teilweise gen Himmel. Dafür bleibt sein Kofferraum immer gleich groß. Foto: Hersteller
Wenig Cabrio und doch offen: Der Renault Wind öffnet sich nur teilweise gen Himmel. Dafür bleibt sein Kofferraum immer gleich groß. - Foto: Hersteller

Mit einem Basispreis von 19 700 Euro für das Modell mit dem 88 kW/120 PS starken Einstiegsbenziner bleibt der Peugeot 207 CC geradeso unterhalb der 20.000 Euro Marke. Obwohl die Franzosen inzwischen den 208 vorgestellt haben, wird er als 207 weitergebaut. Das Stahlklappdach war beim Vorgänger noch neu. Inzwischen sind diese Dachlösungen, die ein relativ breites Heck nötig machen, etwas aus der Mode gekommen. Wie immer sitzt man fast unter der langen Windschutzscheibe und ist deshalb manchmal mehr geschützt, als es Oben-ohne-Fans lieb ist.

Unsere Top-Fünf der Einsteigercabrios komplettiert eine britisch-bayrische Melange. Das Mini Cabrio ist ab glatten 21.000 Euro zu haben und zeigt damit schon ein wenig den Premiumzuschlag der Marke. Für das Geld gibt es den Mini One mit 72 kW/98 PS. Neben dem besonderen Charme der Briten bietet er eine Schiebedachoption im Stoffverdeck, für die Tage, wo es für das ganz offene Fahrvergnügen noch nicht reicht. (sppr)

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