Guinea : Thatcher-Sohn heiratet und hat neuen Ärger mit Justiz

Mark Thatcher, Sohn der früheren britischen Premierministerin Margret Thatcher, hat gerade wieder geheiratet, da ziehen auch schon dunkle Wolken auf seinem Liebeshimmel auf. Guinea erlässt einen Haftbefehl gegen den 45-Jährigen - wegen eines Putschversuches.

Mark Thatcher
Mark Thatcher: "So weit ich weiß, ist die Sache bereits abgehandelt." -Foto: dpa

LondonMark Thatcher ehelichte die 42-jährige Sarah Russel in einem Standesamt in Gibraltar. Die Trauung in der britischen Kronkolonie im Süden Spaniens ging am Donnerstag recht ruhig über die Bühne. Nur drei Freunde waren bei der Zeremonie anwesend, sagte Thatcher der Zeitung "Sunday Times". Thatcher hatte sich im vergangenen Jahr von seiner früheren Frau Diane scheiden lassen, mit der er zwei Kinder hat.

Unterdessen droht dem Sohn der "Eisernen Lady" neuer Ärger mit der Justiz. Die Generalstaatsanwaltschaft in Äquatorialguinea teilte am Samstag mit, einen internationalen Haftbefehl gegen Thatcher wegen dessen Verwicklung in einen Putschversuch in dem westafrikanischen Land erlassen zu haben. Es gebe neue Erkenntnisse, nach denen der Geschäftsmann einer der Anstifter des Umsturzversuchs vor vier Jahren gewesen sei.

Im Januar 2005 hatte ein südafrikanisches Gericht Thatcher zu einer mehrjährigen Bewährungsstrafe verurteilt, nachdem dieser die Finanzierung des Putschversuchs zugegeben hatte. Thatcher ist über die Entwicklungen jedoch nicht beunruhigt. "So weit ich weiß, ist die Sache bereits abgehandelt", sagte er der Zeitung.

Äquatorialguinea hat seit der Entdeckung großer Öl- und Gasvorkommen in den 90er Jahren einen rasanten Wirtschaftsaufschwung erlebt. Menschenrechtsgruppen werfen der Regierung schwere Menschenrechtsverletzungen vor und sprechen von einem der brutalsten Regime Afrikas. Der amtierende Präsident Teodoro Obiang kam an die Macht, als er 1979 seinen Onkel bei einem Staatsstreich tötete. (kj/AFP/dpa)

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