Haariger Erfolg : Deutsche räumen bei Bart-WM ab

Deutsche Bärte haben sich einmal mehr als als die schönsten der Welt erwiesen. In zehn von insgesamt 17 Kategorien holten sich deutsche Gesichtshaarträger bei der diesjährigen Weltmeisterschaft der Bärte die Titel.

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Willi Chevalier (hier bei der WM 2005 in Berlin) gewann diesmal in der Kategorie "Kinnbart Freistil". -Foto: ddp

London"Unsere deutschen Freunde waren erwartungsgemäß wie schon bei früheren Meisterschaften am stärksten", sagte Steve Parsons vom britischen Bartträgerverein "The Handlebar Club", der in diesem Jahr Ausrichter der WM im südenglischen Seebad Brighton war.

Insgesamt 250 Bärtige präsentierten ihren ganzen haarigen Stolz einem begeisterten Publikum und einer strengen Jury. Als Referenz an den Austragungsort hatte einer der Gäste seinen Vollbart mit Wachs nach dem Vorbild der Seebrücke von Brighton gestaltet.

Zwei Weltmeister aus Berlin

Die Deutschen erwiesen sich mit besonders langem oder voluminösem und jeweils äußerst gepflegtem Gesichtsschmuck als unschlagbar. Georg Lütz aus Dortmund gewann in der urbritischen Kategorie "Englischer Oberlippenbart". In der Kategorie des nach oben gedrehten "Dalí" - benannt nach dem gestorbenen surrealistischen spanischen Maler Salvador Dalí - siegte Max Klaus Pankow aus Berlin. Der Titel "Ungarischer Schnauzbart" ging an Günter Rosin aus Schorndorf (Baden-Württemberg).

Den "Backenbart Freistil"-Titel errang Jürgen Burkhardt aus Leinfelden-Echterdingen (Baden-Württemberg). In der Kategorie "Kinnbart Freistil" siegte Willi Chevalier aus Sigmaringen (Baden-Württemberg). Den Kampf um den "Kinn- und Backenbart Chinesisch" gewann der Londoner Ted Sedman, der für einen deutschen Club startete. Den Weltmeister-Titel des "Kaiserlichen Backenbarts" holte sich Karl-Heinz Hille aus Berlin.

In den Vollbart-Sparten waren die Bartträger aus Baden-Württemberg nicht zu schlagen. Die Jury fand den "Vollbart Verdi" - "nicht länger als zehn Zentimeter, Schnurrbart hervorgehoben" - von Durmus Sensoy aus Albstadt am schönsten. Der "Vollbart Garibaldi"-Titel ("breit, voll und rund, bis zu 20 Zentimeter, Schnurrbart integriert") ging an Franz Pill aus Rottweil und den Titel "Vollbart Freistil" gewann Elmar Weisser aus Brigachtal. Für die Gewinner gab es jeweils einen Bierseidel mit einem Deckel in Bartform.

"Den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern"

Die Bart-WM verfolgte nach den Worten von Organisator Steve Parsons - selbst Träger eines englischen Schnurrbarts - das ernsthafte Ziel, "die guten Beziehungen zwischen Mitgliedern und Bartclubs in aller Welt zu fördern und Netzwerke der Freundschaft, der Gemütlichkeit und des Spaßes zu pflegen". Obendrein wollten die Bartträger "den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern". (mit dpa)

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