Haftbefehl : Mann quält Cottbuserin vier Tage lang

Gegen einen 60-Jährigen aus Cottbus, der eine 39-jährige Bekannte über Tage hinweg gequält und missbraucht haben soll, ist ein Haftbefehl erlassen worden. Der Mann räumt die Schläge ein - nicht aber die Vergewaltigung.

Cottbus - Eine 39-jährige Frau ist in Cottbus vier Tage lang von einem Bekannten gequält worden. Der 60 Jahre alte Mann solle sie gefangen gehalten, misshandelt und vergewaltigt haben, sagte die Oberstaatsanwältin Petra Hertwig am Mittwoch und bestätigte einen Bericht der «Lausitzer Rundschau». Der Mann sei in Untersuchungshaft. Er habe zwar Schläge zugegeben, jedoch einen sexuellen Missbrauch bestritten. Motiv sei offenbar Eifersucht.

Die schwer verletzte Frau wurde am Sonntag befreit und ist seither im Krankenhaus. Sie habe erheblichen Verletzungen am Kopf und Oberkörper davongetragen und bei ihrer Befreiung unter massiver Austrocknung und unter Nahrungsmangel gelitten. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter noch am Sonntag fest. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen.

Der Arbeitslose hatte der ihm bekannten Frau angeboten, sich während einer mehrtägigen Abwesenheit um ihre Wohnung zu kümmern. Als sie sich ihren Schlüssel wieder abholen wollte, soll er sie überwältigt und dann vier Tage lang gefangen gehalten haben. Sie habe nur gerettet werden können, weil Verwandte sich um ihren Verbleib sorgten und Nachforschungen anstellten. Der 60-Jährige hatte bei seiner Festnahme etwa 2,4 Promille Alkohol im Blut. (tso/dpa)

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