Haiti : Nach Schuleinsturz: Präsident beklagt Anarchie beim Bau

Eine traurige Bilanz: Beim Einsturz einer haitianischen Schule starben 93 Kinder, 160 wurden verletzt, weitere 100 Schüler werden noch vermisst. Haitis Präsident kritisiert nun das Baugewerbe stark.

Port-au-Prince Anarchie und Verantwortungslosigkeit haben nach Ansicht von Haitis Präsident René Préval den Tod von mindestens 93 Schülern und Lehrern beim Einsturz einer Schule in der Hauptstadt Port-au-Prince verursacht. "Die Anarchie im Bausektor ist die Ursache der Tragödie", sagte Préval dem Sender Radio Metropole am Montagabend. Das sei auch eine Folge der Schwäche des Staates, durch die zunehmend Menschenleben in Gefahr gerieten.

Nach Angaben des haitianischen Zivilschutzes vom Dienstag wurden aus den Trümmern neben den 93 Toten bislang 160 Verletzte geborgen. Weitere 100 Menschen gelten seit dem Einsturz vom Freitag als vermisst. Die Rettungskräfte gingen am Montag davon aus, niemanden mehr lebend aus den Trümmern bergen zu können. Nach unterschiedlichen Angaben waren zum Zeitpunkt des Unglücks 500 bis 700 Schulkinder und Lehrer in der Schule. (nal/dpa)

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