Welt : Hallo!

Foto: Kai-Uwe Heinrich
Foto: Kai-Uwe Heinrich

Als ich am Rande der Paralympics von London, beim Empfang der DGUV im Deutschen Haus, mit dem Produzenten Andreas F. Schneider über seinen gerade entstehenden Film sprach, stand er unter dem Eindruck der fantastischen Atmosphäre. Schneider schwärmte, von der Stimmung im Stadion, auf den Straßen – und von dem, was von „Gold“ schon fertig war. Auch Gregor Doepke von der DGUV, mit dem wir vom Tagesspiegel seit vielen Jahren bei der Paralympics-Zeitung zusammen arbeiten, war voller Vorfreude und Zuversicht. Ich aber dachte insgeheim: Hoffentlich geht das gut, hoffentlich lohnt sich der Einsatz, hoffentlich sind die Erwartung nicht zu hoch. Denn auch wenn die Paralympics selbst inzwischen Gold wert sind, für den Behindertensport, für Menschen mit Behinderung allgemein, für den Fortschritt der Inklusion, klafft zwischen den Spielen noch eine Lücke. Ob ein Film das ändern könnte, quasi eine Brücke schlagen, die Aufmerksamkeit, die Emotionen hoch halten? Dann lief „Gold“ im Rahmen der Berlinale, und im Autoradio wurde kurz darauf die Kritikerin von „Radio 1“ angekündigt. Für mich sollte es die erste Einschätzung von jemandem sein, der von dem Film zuvor nicht viel wusste. Ein echter Härtetest also. Wie würde „Gold“ auf sie wirken? Ein banger Moment, und dann: Sie war begeistert, gerührt! Da stand für mich fest: Auch „Gold“ ist Gold wert.

IHR LORENZ MAROLDT

Chefredakteur, Der Tagesspiegel

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben