Hamburg : Großbrand hält Feuerwehr in Schach

Bei einem Großbrand in einer Halle am Hamburger Hafen sind auf über 3000 Quadratmetern Kautschuk, Latex und Heizöl in Flammen auf gegangen. Die Nachlöscharbeiten dauern an.

Die Feuerwehr hat alle Hände voll zu tun: Ein Schlauchverteiler liegt nach dem Brand in einem Gemisch aus geschmolzenem, klebrigen Bitumen und Löschschaum.
Die Feuerwehr hat alle Hände voll zu tun: Ein Schlauchverteiler liegt nach dem Brand in einem Gemisch aus geschmolzenem, klebrigen...Foto: dpa

Nach dem Großfeuer in einer Hamburger Lagerhalle kühlen noch immer Dutzende Feuerwehrleute die Brandruine mit Löschwasser. „Wir werden noch den ganzen Tag, vielleicht auch die nächsten Tage zu tun haben“, sagte Feuerwehrsprecher Martin Schneider. Viel Arbeit machen den Einsatzkräften die Rückstände von verbranntem Kautschuk, Latex und Heizöl, die in der rund 3.000 Quadratmeter großen Halle lagerten. Im Umkreis lägen überall „riesengroße Placken“, die wie Hundehaufen aussehen würden, sagte Schneider. Deshalb bliebe die angrenzende Straße noch für den Verkehr gesperrt. Das Feuer war am Montag aus bislang ungeklärten Gründen ausgebrochen.

Feuerwehrleute seien damit beschäftigt, die ausgetretenen Stoffe zu binden. Die Gegend sei zwar über etwa 5.000 Quadratmeter kontaminiert, eine Gefahr für Mensch und Umwelt durch das Naturgummi schloss Schneider jedoch aus. Die Rückstände lägen auf asphaltierten Flächen, sodass sie nicht in den Boden eindringen können. Einige Feuerwehrleute müssten ihre verschmierte Schutzkleidung aber nun wegwerfen, hieß es.

Am frühen Dienstagmorgen waren rund 150 Feuerwehrleute mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Noch viele Stunden nach dem Ausbrechen des Feuers am Montag loderten einige Flammen. Zeitweise hatten 250 bis 300 Männer gegen die bis zu 50 Meter hohen Flammen aus der Halle am Hamburger Hafen gekämpft. Beißender Qualm hatte über den Stadtteilen Harburg und Wilhelmsburg gelegen - die Rauchsäule an der Südseite der Elbe war kilometerweit bis in die Hamburger Innenstadt zu sehen.

Die Höhe des Schadens wollten Polizei und Feuerwehr noch nicht schätzen. (dapd)

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben