Hamburg : Polizei stürmt "Rote Flora"

Einsatz im Hamburger Schanzenviertel: Nachdem Polizisten mit Flaschen und Steinen beworfen wurden, haben sie 13 Personen festgenommen. Auslöser der Krawalle war offenbar der Streit eines Pärchens.

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Demonstranten protestieren gegen die Räumung der "Roten Flora". -Foto: dpa

HamburgNach einer Attacke mit Steinen und Flaschen auf Beamte hat die Hamburger Polizei am Sonntag den Autonomentreff "Rote Flora" gestürmt. Dabei wurden insgesamt 13 Personen festgenommen. Gegen sie besteht unter anderem der Tatverdacht des Landfriedensbruchs, wie die Polizei mitteilte. Die Verdächtigen waren den offiziellen Angaben zufolge in das Gebäude geflüchtet, nachdem bei dem Angriff zuvor eine Beamtin leicht verletzt und die Scheibe eines Streifenwagens durch einen Flaschenwurf zerstört worden war.

Als Auslöser gilt ein Beziehungsstreit zwischen einem 23-Jährigen und seiner 18-jährigen Lebensgefährtin in den frühen Morgenstunden. Vor dem Gebäude habe sich eine Gruppe in die Auseinandersetzung eingemischt. Im weiteren Verlauf sei der 23-Jährige von einem Mann mit Reizgas besprüht und seine Lebensgefährtin von mehreren Personen weggerissen und in das Gebäude gebracht worden. Als Beamte später den mutmaßlichen Reizgas-Sprüher festnehmen wollten, wurden sie angegriffen. Die Abteilung Staatsschutzdelikte des Landeskriminalamtes ermittelt. (sf/ddp)

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