Hamburg : Wasserflugzeug stürzt ab - vier Tote

Bei einem Rundflug über Hamburg ist am Vormittag ein Wasserflugzeug mit sechs Menschen an Bord abgestürzt. Bei dem Unglück kamen vier Fluggäste ums Leben, darunter auch ein Kind.

Hamburg - es teilte ein Sprecher der Feuerwehr auf Anfrage mit. Zwei Menschen wurden schwerstverletzt. Die Maschine prallte auf einen Bahndamm des Hafenbahnhofs Süd am Hamburger Freihafen im Stadtteil Veddel und ging dann in Flammen auf.

Die vollbesetzte Maschine war nach ersten Erkenntnissen der Behörden um kurz nach zehn Uhr von ihrem Liegeplatz am City Sportboothafen am Baumwall gestartet. Gegen 10.30 Uhr ging dann bei der Feuerwehr der Notruf ein. Die Unglücksursache war zunächst unbekannt. Ob die Maschine bereits brennend abstürzte oder erst danach in Brand geriet, konnte die Feuerwehr vorerst nicht sagen.

Unklar war auch, ob der Pilot noch eine Notlandung versucht hat. Experten des Luftfahrtbundesamtes aus Braunschweig haben die Untersuchungen übernommen. Nach Bekanntwerden des Unglücks wurden umgehend psychologische Betreuer des Kriseninterventionsteams zu den wartenden Angehörigen am Startplatz geschickt.

Unmittelbar nach dem Aufprall gelang es nach Angaben der Rettungskräfte noch zwei der sechs Insassen, sich aus dem brennenden Flugzeug zu befreien. Einer der beiden Männer sei der Pilot gewesen. Beide kamen mit schwersten Verbrennungen von 80 beziehungsweise 40 Prozent der Körperoberfläche in die Hamburger Unfallklinik Boberg. Die anderen Insassen starben in dem brennenden Wrack.

Bei den Fluggästen handelt es sich um Passagiere aus Hamburg, Niedersachsen und Bremen. Besonders tragisch sei der Umstand, dass das getötete Kind Geburtstag und den Flug als Überraschung geschenkt bekommen habe, sagte der Feuerwehrsprecher. Es sei gemeinsam mit seinem Vater in der Maschine gewesen. Der Mann sei einer der beiden, die sich noch aus dem Flugzeug hätten befreien können.

Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte waren im Großeinsatz. Insgesamt waren 115 Kräfte vor Ort. Da die Absturzstelle zwischen den Gleisen lag, ließ die Feuerwehr die Stromversorgung für die dort verlaufenden Schienen abschalten.

Bei der Unglücksmaschine handelt es sich um ein Wasserflugzeug vom Typ Beaver DHC-2 de Havilland, das von der Hamburger Firma Himmelsschreiber Azur betrieben wurde. Mit dem Hochdecker können Passagiere etwa 20-minütige Rundflüge in rund 600 Meter Höhe über der Hansestadt unternehmen. (tso/ddp)

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