Welt : Harry Potter ist schon da Neuer Roman gestohlen – und fast verkauft

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London Mehrere Exemplare des noch unveröffentlichten neuen „Harry Potter“-Romans sind gestohlen und der britischen Zeitung „The Sun“ angeboten worden. Nach Angaben der Polizei und der Zeitung wurden zwei Männer bei der „Übergabe“ festgenommen. Der neue Band „Harry Potter und der Halbblutprinz“ sorgt seit Wochen für Schlagzeilen, weil die Autorin Joanne K. Rowling angekündigt hat, im sechsten Buch der Geschichten um den Zauberlehrling werde eine wichtige Person sterben.

Die mutmaßlichen „Harry Potter“- Diebe hatten sich mit „Sun“-Reporter John Askill und einem Fotografen in einer Wohnung in Kettering (Northamptonshire) getroffen und knapp 75000 Euro für den unveröffentlichten Roman verlangt. Die Journalisten filmten die beiden Männer heimlich bei der Aktion. Parallel war die Polizei informiert worden, die das Gelände weiträumig absperrte.

Im Verlauf der „Verkaufsverhandlungen“ wurde der Reporter dann mit einem Revolver bedroht, wobei nach den Angaben ein Schuss in die Decke abgegeben wurde. Die Polizei griff ein, nahm die beiden Männer im Alter von 19 und 37 Jahren fest und stellte zwei Bücher sicher.

Einer der beiden hatte nach den Berichten in einem Lagerhaus als Sicherheitsmann gearbeitet, wo die Bücher auf den Verkaufsstart am 16. Juli warten.

Die mutmaßlichen Täter wurden gegen eine Kaution zunächst auf freien Fuß gesetzt und werden sich demnächst vor Gericht verantworten müssen. Die Anwälte der mit den „Harry Potter“-Büchern steinreich gewordenen Schriftstellerin Joanne K. Rowling erwirkten beim High Court in London umgehend eine Verfügung, die jede Veröffentlichung aus dem neuen Buch unter Strafe stellt.

Kürzlich waren Spekulationen genährt worden, dass in dem neuen Roman der Direktor der Zauberschule Hogwarts, Albus Dumbledore, sterben wird. Denn im Umkreis des englischen Ortes Bungay, in dem das neue Buch gedruckt wird, hatten auffallend viele Leute Geld auf den Tod von Dumbledore gesetzt. Das ließ bei Buchmachern den Verdacht aufkommen, dass Insiderwissen im Spiel sei. Möglicherweise habe jemand eines der Bücher lesen können und wisse nun Bescheid. Die Wette war daraufhin ausgesetzt worden.

Bereits vor zwei Jahren war ein Druckereiarbeiter zu 180 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden, nachdem er versucht hatte, Teile der fünften Folge „Harry Potter und der Phoenixorden“, die er angeblich auf dem Parkplatz des Druckhauses gefunden hatte, an eine Boulevardzeitung zu verkaufen. dpa

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