Welt : „Henry“ vor Flensburg

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Flensburg - Der in der Flensburger Außenförde gesichtete Finnwal ist am Donnerstag kurz im Hafen der Stadt aufgetaucht. „Das Tier macht ruhige Schwimmbewegungen und fühlt sich offensichtlich wohl“, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Das von den Beamten „Henry“ getaufte, etwa zehn Meter lange Tier finde vor dem Hafen derzeit viele Jungfische, Krabben und Krebse, um sich zu ernähren. Ein Schlauchboot mit Meeresbiologen der Umweltschutzorganisation Greenpeace begleitete es vorsichtig bei seiner städtischen Stippvisite. Nach einer Stunde verlor sich die Spur des Wals.

Sportbootfahrer wurden zur Rücksicht aufgefordert, damit der Wal die Förde in Ruhe wieder verlassen könne. Greenpeace befürchtet, dass er seinen Weg sonst nicht alleine findet, denn die Förde sei sehr eng und habe viele Untiefen.

Der Wal war zuvor bereits in dänischen Gewässern gesehen worden. Offensichtlich ist das Tier von seiner Sommerroute in Richtung Norden abgekommen, die den Wal in die kalten Polargewässer führen würde. Möglicherweise ist das Tier einem Fischschwarm in die Ostsee gefolgt.

Finnwale sind die zweitgrößte Walart nach dem bis zu 30 Meter lang werdenden Blauwal. Finnwale gehören zur Familie der Furchenwale und erreichen eine Länge von maximal 24 Metern. ddp/AFP

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