„High School Musical 3“ : Hurra, die Schule liebt

Millionen Mädchen warten auf den Disney-Film "High School Musical 3" - am Donnerstag geht es los. Der Film startet in Deutschland noch vor den USA.

Eva Kalwa
Hudgens
Vanessa Hudgens bei der Premiere von "High School Musical 3". -Foto: AFP

Der zurzeit vielleicht angesagteste Code heißt „HSM“. „HSM“ steht für die Filmserie „High School Musical“, deren dritter Teil am Donnerstag in die deutschen Kinos kommt. Die ersten beiden Teile aus den Jahren 2006 und 2007 hatte der Disney-Konzern noch als Fernsehfilme produziert, doch es zeichnete sich schnell ab, auf welch ertragreiche Goldader man mit der Schulromanze gestoßen war: Der Soundtrack des ersten Teils war im Jahr 2006 das meistverkaufte Album in den USA und stellte mit neun Songs, die alle gleichzeitig in den amerikanischen Single-Charts vertreten waren, einen Weltrekord auf. Mehr als 250 Millionen Zuschauer in über 100 Ländern haben den Film seither gesehen.

Den zweiten Teil der Geschichte um das verliebte, singende Teenie-Paar Zac Efron und Vanessa Anne Hudgens alias Troy Bolton und Gabriella Montez sahen bei der amerikanischen Erstausstrahlung im August 2007 bereits zehn Millionen mehr Zuschauer als seinen Vorgänger. Bücher, Karaokeversionen, Videospiele, Musicaltourneen und Merchandisingprodukte in über 150 Varianten – darunter Pausenbrotboxen, Make-up, Schlafanzüge und Campingstühle – multiplizierten den Bekanntheitsgrad und kommerziellen Erfolg von „HSM“ enorm. Es heißt, Disney habe bereits mit den ersten beiden Teilen über 500 Millionen Dollar Umsatz gemacht – nun soll also auch die Kinokasse klingeln.

Der Großteil der „HSM“-Fans ist weiblich: Schon Sechsjährige sehen in Gabriella, die so fröhlich und hübsch ist und dazu auch noch so prima singen kann, die große Schwester, zu der sich sehnsüchtig aufblicken lässt und deren Lippenstift man heimlich ausprobiert. Dass Gabriella dazu noch ein Superhirn und gut in Mathe ist, schmälert ihre Beliebtheit nicht. Vor allem nicht bei den Eltern der amerikanischen Fans: Sie sollen dankbare Briefe an die Produzenten geschickt haben, weil die Filme bei ihren Kindern endlich wieder Werte wie Leistung und Fleiß in den Mittelpunkt rückten. Ältere Mädchen mögen die zarte Liebesgeschichte um Gabriella und den attraktiven, sportlichen Troy. Eine Romanze, die so keusch gehalten ist, dass dem verliebten Pärchen im ersten Teil selbst der Happy-End-Kuss verwehrt ist. Er durfte erst im zweiten Teil stattfinden – und auch im dritten Teil wird wohl nicht viel mehr passieren. Der ganze mögliche schöne Rest einer Liebe zwischen Heranwachsenden bleibt der Fantasie aller Fans im geschlechtsreifen Alter überlassen – zumal die beiden Hauptdarsteller seit längerem ein Paar sind und vor einem Jahr Nacktfotos von Hudgens im Internet kursierten, die angeblich ihr Freund Zac geschossen hat.

Hauptdarsteller Efron, der schon im Alter von zwölf Jahren in Musicals wie „Peter Pan“ und „Gypsy“ erfolgreich war, vergleicht „HSM“ gern mit dem Musicalfilm „Grease“ und sagt in einem Interview, er wolle den Zuschauern das gleiche magische, warme Gefühl wie bei dem Klassiker mit John Travolta von 1978 geben. Auch der Regisseur von „HSM“ Teil eins bis drei ist kein unbeschriebenes Blatt im Musicalgeschäft: Kenny Ortega zeichnet als Choreograf nicht nur für die großen Erfolge „Pretty in Pink“ und „Dirty Dancing“ aus den Jahren 1986 und 1987 verantwortlich, sondern gewann für die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2002 in Salt Lake City auch einen Emmy für Regie und Choreografie. Seine Erfahrung und seine Handschrift sind es, die den Tanzszenen im High-School-Musical Lockerheit und Charme verleihen. Mittlerweile ist das „HSM“-Fieber nach einigen Ausstrahlungsterminen der ersten beiden Teile im Privatfernsehen längst in Deutschland angekommen. Dies zeigte auch die von zahlreichen Mädchen begleitete Deutschlandpremiere des dritten Teils in München, wo mehrere Darsteller anwesend waren. Das Kreischen der Mädchen war ohrenbetäubend.

„High School Musical 3: Senior Year“ startet rund um den Globus zwischen dem 22. und 24. Oktober fast zeitgleich in den Kinos, in Deutschland sogar einen Tag früher als in den USA. Als Appetithappen strahlt Super RTL am Mittwoch um 20  Uhr  15 „High School Musical 3 – die Fan-Show“ aus, mit Eindrücken von den Dreharbeiten, Interviews und der Band US 5, die den Titelsong präsentiert.

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