Welt : Hilfe in einem schwierigen Land

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Als Karl-Heinz Böhm 1981 nach Äthiopien ging, arbeitete dort kaum eine Hilfsorganisation. Seit 1974 regierte Präsident Mengistu Haile Mariam, der eine brutale kommunistische Herrschaft führte. Erst mit der furchtbaren Hungersnot 1984/85, als die Bilder verhungernder Kinder aus Äthiopien um die Welt gingen, und der britische Musiker Bob Geldof sein legendäres Konzert für Afrika veranstaltete, kamen mehr Hilfsorganisationen ins Land. 1991 musste Mengistu nach Simbabwe fliehen, wo er immer noch lebt. Präsident Meles

Zenawi übernahm die Macht nach einem Bürgerkrieg. Die ersten Regierungsjahre waren geprägt von der Demokratisierung des Landes. Gleichzeitig wuchs die Bevölkerung stark. Weitere Dürren brachten neue Hungersnöte. Nach der Wahl im Mai 2005 begann Zenawi mit eiserner Hand gegen Oppositionelle vorzugehen. Das Umfeld für Böhms Hilfsorganisation war nie besonders einfach. Im Jahr 2004 nahm „Menschen für Menschen“ 11,18 Millionen Euro ein, davon waren 9,66 Millionen Euro Spenden. 9,92 Millionen Euro investierte die Organisation in sieben ländliche Entwicklungsprojekte in Äthiopien und in die Berufsausbildung von Jugendlichen.

Besonders bemerkenswert ist das Projekt in Illubabor im Südwesten des Landes. Die Regierung Mengistu hatte in den Jahren 1984/85 hunderttausende Menschen unter Zwang dorthin umgesiedelt. Tausende starben. Mehr als 85 000 Menschen standen vor dem Nichts. Böhms Hilfsorganisation half den Menschen dabei, ihre natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen, um erfolgreiche

Bauern zu werden und vor allem zu bleiben. Tsp

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