• Hinrichtung bei Quarantäne-Verletzung Im Kampf gegen Sars droht China mit drakonischen Strafen

Welt : Hinrichtung bei Quarantäne-Verletzung Im Kampf gegen Sars droht China mit drakonischen Strafen

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Peking (dpa). Im Kampf gegen die Ausbreitung der lebensgefährlichen Lungenkrankheit Sars droht Chinas Justiz jetzt sogar mit Gefängnis und der Todesstrafe. Das Oberste Gericht und der Generalstaatsanwalt veröffentlichten am Donnerstag einen drakonischen Strafenkatalog. Gefängnis droht jedem, der Quarantänevorschriften missachtet oder auch nur Gerüchte verbreitet.

Das Gesundheitsministerium meldete insgesamt 52 neue Erkrankungen und vier Todesfälle seit Mittwoch. In Peking wurden allein 27 neue Kranke verzeichnet. Das ist der niedrigste Anstieg in der schwer betroffenen Hauptstadt seit Beginn der täglichen Berichte am 20. April. Landesweit (ohne Hongkong) zählt China damit bisher 5163 SarsFälle und 271 Tote. Der Chef des Sars-Krisenstabs für den ländlichen Raum, Vizelandwirtschaftsminister Liu Jian, sagte, es sei bislang „keine weit reichende Ausbreitung“ von Sars in ländlichen Gebieten entdeckt worden. Das potenzielle Risiko und die Ansteckungswege dafür existierten sicherlich, doch hätten die Behörden scharfe Maßnahmen ergriffen.

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