Hintergrund : Rekordbeute bei spektakulären Banküberfällen

Der möglicherweise größte Geldraub in der Kriminalgeschichte Großbritanniens weckt Erinnerungen an bisherige Raubüberfälle, darunter auch an den spektakulären Postraub von 1963, bei dem umgerechnet auf die heutige Kaufkraft rund 50 Millionen Euro erbeutet wurden.

Einige der größten Beutezüge seit 1990 (Summen umgerechnet in Euro):

August 2005: 57 Millionen in Brasilien. Räuber hatten sich durch einen unterirdischen Tunnel in den Tresorraum der Filiale der Zentralbank in Fortaleza gegraben.

Februar 2005: 80 Millionen in den Niederlanden. Bei einem Überfall auf dem Frachtgelände des Amsterdamer Flughafens Schiphol werden Schmuck und Diamanten geraubt.

Dezember 2004: 38 Millionen in Nordirland. Der Überfall mit Geiselnahme auf die Northern Bank in Belfast geht auf das Konto der Untergrundorganisation IRA.

Februar 2003: 100 Millionen in Belgien. Unbekannte lassen sich am Wochenende im Diamond Center im belgischen Antwerpen einschließen und brechen Schließfächer im Tresorraum des Gebäudes auf.

November 2000: Es wäre mit 500 Millionen der größte Raub aller Zeiten gewesen. Doch der Versuch, die zwölf vermutlich teuersten Diamanten der Welt aus dem Londoner Millennium-Dom zu stehlen, wurde von der Polizei vereitelt.

Juli 1999: 15,5 Millionen in Brasilien. Eine bewaffnete Bande überwältigte die Wächter beim Sturm auf eine Filiale der Banespa-Bank in Sao Paulo.

September 1997: 32,4 Millionen in der Schweiz. Im Innenhof des Postamtes in Zürich überfallen fünf bewaffnete Männer einen für die schweizerische Nationalbank bestimmten Geldtransport.

Oktober 1994: 22,5 Millionen in Kolumbien. Sechs Männer dringen sonntags in die Zentralbank in Valledupar ein, bohren die Tresore auf und entkommen am nächsten Tag mit fast vier Tonnen Bargeld.

Juli 1993: Rund 9 Millionen in Großbritannien. Bewaffnete Gangster dringen in ein Juweliergeschäft im Londoner Diamantenzentrum Hatton Gardens ein und rauben diverse Edelsteine.

Dezember 1992: 24,3 Millionen in Argentinien. Falsche Inspektoren entwenden aus der Zentralbank-Zweigstelle in Santa Fe zur Vernichtung bestimmte Scheine und entkommen mit einem Flugzeug.

November 1991: 35,8 Millionen in Kolumbien. Die Räuber dringen durch einen Tunnel in eine Bank in Bogotá ein. Zur Beute gehören Bargeld, Schmuck und Goldbarren.

Juli 1990: 18,4 Millionen in Brasilien. Die Gangster geben sich in der Staatsbank-Filiale in Salvador als Polizisten aus und entkommen mit 25 Säcken voller Geldscheine.

Mai 1990: 413 Millionen in Großbritannien. Einem Geldboten des Brokerhauses Sheppard werden in der Londoner City auf dem Markt kaum abzusetzende Wertpapiere gestohlen.

(tso/dpa)

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