Hitzegewitter : Unwetter ziehen über den Süden Deutschlands nach Osten

Das Unwetter zieht weiter: vom Süden Deutschlands nach Sachsen und Thüringen. Doch offenbar haben die Menschen im Osten Glück. Bis auf ein paar umgestürzte Bäume sind bisher keine Schäden zu beklagen. Ähnlich verhält es sich in Berlin.

Feuerwehrleute auf einer Straße.
In Baden-Württemberg hat das Unwetter gewütet: Feuerwehrleute machen sich an einem Baum zu schaffen, der auf die Fahrbahn gestürzt...Foto: dpa

Das schwere Unwetter, das am Sonntag über Teilen Süddeutschlands getobt hat, ist in der Nacht zum Montag weiter nach Osten gezogen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtete, kam es dabei zu kräftigen Gewittern und Starkregen. Größere Schäden wurden bis zum frühen Montagmorgen aber nicht bekannt. „Wir haben wohl Glück gehabt. Wetterbedingte Unfälle, Schäden und Brände wurden bisher nicht gemeldet“, hieß es aus dem Lagezentrum des Innenministeriums in Thüringen.

Teile Süddeutschlands kamen nicht so glimpflich davon: Hier hatte es am Sonntag heftige Unwetter gegeben. In Mittelfranken (Bayern) seien am Abend bei starkem Wind und Regen zahlreiche Bäume entwurzelt worden und auf Straßen gekippt, herumliegende Äste hätten den Verkehr behindert, sagte ein Polizeisprecher in Nürnberg. „Wir haben bereits ein weit überdurchschnittliches Einsatzaufkommen.“ Bereits am Nachmittag und frühen Abend hatten heftige Unwetter im Südwesten gewütet. Nach Angaben des DWD war vor allem der Großraum Stuttgart betroffen. In Sekundenschnelle braute sich etwa in Tübingen ein Hagelsturm zusammen. Hagelkörner so groß wie Tischtennisbälle kamen wie Geschosse vom Himmel herab, Passanten suchten hastig nach einem Unterstand.

Innerhalb kürzester Zeit waren ganze Straßenzüge unter Wasser gesetzt, in Hauseingängen standen Hagel und Eis mehrere Zentimeter hoch. Auch in der Landeshauptstadt Stuttgart fiel bei nahezu dunklem Himmel zeitweise heftiger Regen.

Sommer-Finale in Berlin
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1 von 88Foto: Stefan Müser
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In Berlin richtete das Unwetter keinen Schaden an

In einem Reutlinger Krankenhaus zerbarsten im heftigen Hagel mehr als 50 Fensterscheiben, wie die Stadt am Abend mitteilte. Die Polizei in der Region registrierte innerhalb von drei Stunden 470 Notrufe. Mehrere Menschen wurden den Angaben zufolge von Hagelkörnern getroffen und verletzt, einer auch von einem herabfallenden Dachziegel. Auch im Kreis Esslingen war die Feuerwehr wegen der schweren Unwetter pausenlos im Einsatz, wie die Polizei mitteilte.

Für Baden-Württemberg hob der DWD die Unwetterwarnungen am Abend auf. Für einige Teile Bayerns galt zunächst noch eine Warnung vor schweren Gewittern mit starkem Regen und Hagel.

Auch in Berlin gingen in der Nacht zum Montag Hitzegewitter nieder. Doch nach Angaben der Berliner Feuerwehr und der Polizei kam es dabei zu keinen vergleichbaren Vorfällen. Immer wieder sorgen vereinzelte Regenschauer für etwas Abkühlung in der Hauptstadt. Die Temperaturen sanken über Nacht auf 22 Grad - viel zu spüren ist davon allerdings nicht. Die schwüle Luft hält an.

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