HIV : Obamas machen öffentlichen Aids-Test

Das Weiße Haus hat ein Video veröffentlicht, das Barack und Michelle Obama beim Test auf den Aidserreger HIV zeigt. Mit dieser Aktion wolle der US-Präsident auf die Bedeutung des Tests für alle US-Bürger aufmerksam machen

Jeder Amerikaner solle sich, im Interesse der eigenen Gesundheit und der seiner Partner, auf den Virus untersuchen lassen, forderte Obama in einer veröffentlichten Erklärung. Wissenschaftliche Untersuchungen hätten gezeigt, dass jeder fünfte HIV-Infizierte in den USA nichts von seiner Ansteckung wisse. Das seien etwa 230.000 Menschen, sagte Obama weiter.

Gerade diese Menschen, die nicht von ihrer Infektion wüssten, trügen besonders zur weiteren Verbreitung des Virus bei. Erst wenn sich die Betroffenen dessen bewusst seien, würden sie verstärkt Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere in ihrem Sexualleben ergreifen, sagte der US-Präsident. Aids bleibe weiter eine große Gefahr für die Gesundheit unserer Nation.

Die Obamas hatten den HIV-Test am 26. August 2006 in Kisian/ Kenia bei einer öffentlichen Aids-Aufklärungsveranstaltung gemacht. Damals war Obama Senator von Illinois. "Die Botschaft für Kenia vor drei Jahren gilt heute genauso gut für Amerika", betonte Obama in dem jetzt veröffentlichten Video, das auch auf der Internetplattform YouTube zu sehen ist.

Auch wenn besonders Homosexuelle und Bisexuelle, Schwarze und Latinos betroffen seien, so Obama, gehe die Epidemie dennoch alle Amerikaner an. "Jeder von uns muss Verantwortung übernehmen, um die Gefahr der Übertragung des Virus zu verringern." Dazu gehöre auch die Beendigung der Stigmatisierung und Diskriminierung der HIV-Infizierten in der Gesellschaft.  ZEIT ONLINE, aku, dpa

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