• "HMS Victory": US-Firma streitet mit britischer Regierung um Millionen-Goldschatz

"HMS Victory" : US-Firma streitet mit britischer Regierung um Millionen-Goldschatz

Es gibt sie noch, Goldschätze verborgen im Meer: In Hoffnung auf einen mehrere hundert Millionen Euro wertvollen Goldschatz hat ein US-Unternehmen von Großbritannien die Erlaubnis zur Hebung eines mehr als 250 Jahre alten britischen Segelschiffs gefordert.

HMS Voctory
HMS-Victory-Bergung: Eine der bronzenen Kanonen, die mit Delphinen und Wappen von König Georg II. verziert gewesen sein sollen. -Foto: dpa

LondonMit der britischen Regierung werde derzeit über eine "unverzügliche" gemeinsame Bergung des von seiner Firma im Ärmelkanal entdeckten Schiffs "HMS Victory" verhandelt, sagte der Chef des US-Unternehmens Odyssey Marine Exploration, Greg Stemm, am Montag in London.

Nach Angaben der Filmfirma, die die Entdeckung des Wracks dokumentierte, lagert in seinem Bauch ein Goldschatz im Wert von einer Milliarde Dollar (knapp 780 Millionen Euro). Gefunden wurde das Wrack den Angaben zufolge bereits im vergangenen Jahr, die spektakuläre Entdeckung war aber erst am Sonntag bekannt geworden. Es gehe nicht um das Geld, sondern um die kulturelle und historische Bedeutung der Entdeckung, sagte Stemm. Die "HMS Victory" sei das prächtigste Schiff des 18. Jahrhunderts gewesen und das vermutlich bedeutendste Schiffswrack, das es auf der Welt gebe.

Bei schwerem Sturm mit 1150 Menschen gesunken

Das Schiff ist eines der größten der britischen Flotte, das je auf See verloren ging. Es sank 1744 bei der Rückkehr aus Portugal in einem schweren Sturm vor der Kanalinsel Alderney mit 1150 Menschen an Bord. Berichten zufolge war die "HMS Victory" prachtvoll ausgestattet. Sie verfügte unter anderem über hundert Messing-Kanonen, die mit Delphinen und Wappen von König Georg II. verziert gewesen sein sollen.

Das britische Verteidigungsministerium erklärte jedoch, das von Tauchern der in Florida ansässigen Odyssey Marine Exploration gefundene Wrack sei Eigentum der britischen Regierung. Für die Bergung von Teilen des Schiffs benötigt das US-Unternehmen deshalb eine Erlaubnis. (saw/AFP)

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