Hochgeschwindigkeitstest : Super-Überschalljet der US-Luftwaffe ins Meer gestürzt

16.08.2012 07:51 Uhr
Der Hyperschalljet X-51A Waverider unter den Tragflächen einer B-52. Foto: dpa
Der Hyperschalljet X-51A Waverider unter den Tragflächen einer B-52. - Foto: dpa

Nur 15 Sekunden blieb der Jet in der Luft, der innerhalb von Minuten jeden Ort der Welt erreichen können soll. Wegen eines fehlerhaftes Seitenruders scheiterte der Hochgeschwindigkeitstest.

Rückschlag für den geplanten Super-Überschalljet der US-Luftwaffe: Das unbemannte Flugzeug vom Typ X-51A WaveRide stürzte wegen eines fehlerhaften Seitenruders vor Südkalifornien ins Meer. Ein B-52-Bomber hatte das Testflugzeug zuvor an die vorgesehene Position gebracht, es ausgeklinkt und eine Trägerrakete wie geplant gezündet, teilte die US-Luftwaffe am Mittwoch mit.

Doch 15 Sekunden, nachdem X-51A sich von der Trägerrakete trennte, scheiterte „wegen eines Fehlers im Subystem“ der Versuch, für fünf Minuten sechsfache Schallgeschwindigkeit zu erreichen, wie Luftwaffensprecher Charlie Brink mitteilte.

Das Überschallverbrennungs-Staustrahltriebwerk - kurz Scramjet - habe nicht mehr gezündet werden können.

Der WaveRider geriet außer Kontrolle und stürzte ab. „Alle unsere Daten zeigten, dass wir die richtigen Bedingungen für die Zündung des Triebwerks geschaffen hatten“, bedauerte Brink. „Wir waren guter Hoffnung, unsere Testziele zu erreichen.“ Im vergangenen Jahr war ein X-51A ebenfalls ins Meer gestürzt, beim ersten Testflug 2010 erreichte WaveRider für drei Minuten fünffache Schallgeschwindigkeit. Nach dem jüngsten Absturz ist noch eine X-51A übrig. Die Luftwaffe hat noch nicht entschieden, ob und wann sie fliegen soll.

Die US-Regierung will ein Flugzeug entwickeln lassen, das innerhalb weniger Minuten jeden Punkt auf der Erde erreichen kann. (dapd)

Video: "Waverider" stürzt bei Testflug ab

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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