Hochwasser : Größte Gefahr vorbei - Krisenstäbe aufgelöst

Die Hochwasserwelle hat nicht die extremen Pegelstände gebracht wie befürchtet. In Karlsruhe erreichte der Rhein zwar einen Höhe wie seit acht Jahren nicht mehr, doch gleichzeitig gaben die Behörden Entwarnung.

KarlsruheDie Hochwasserlage zwischen Basel und Karlsruhe hat sich nach dem Dauerregen der vergangenen Tage leicht entspannt. Der Pegelstand erreichte am Nachmittag in Karlsruhe seinen Scheitelpunkt von etwas mehr als 8,50 Meter. Die Experten der Hochwasser-Vorhersage-Zentrale (HVZ) sagten für das Wochenende sinkende Werte voraus.

Die Schifffahrt zwischen Iffezheim und Germersheim blieb aber noch gestoppt, rund zwei Dutzend Schiffe warteten in den Schutzhäfen rund um Karlsruhe. Ab einem Stand von 7,50 Metern dürfen die Schiffe wieder ihre Motoren starten. Angaben zu den Schäden machten die Behörden nicht.

Keine Gefahr mehr für die Dämme

"Es ist glimpflich verlaufen", sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Umweltministeriums. Am Pegel Maxau in Karlsruhe wurde am Nachmittag ein Stand gemessen, wie er in den vergangenen acht Jahren nicht registriert worden war. Doch gaben die Experten zugleich Entwarnung: Für die Dämme bestehe keine Gefahr, hieß es bei der HVZ. Die Krisenstäbe in den Behörden wurden aufgelöst. Das Hafensperrtor in Karlsruhe wurde allerdings geschlossen, zahlreiche "Hochwassertouristen" zog es trotz Regens zum Rheinufer.

Die Hochwasserwelle soll heute auch noch das pfälzische Speyer und danach Mannheim erreichen. Rheinabwärts rund um Mainz und Köln wird die Welle nach Einschätzung von Experten kaum noch zu spüren sein, weil die Nebenflüsse wenig oder kein Hochwasser führen.

In Südbaden war das Wasser bereits in der Nacht zurückgegangen. Die Polder mussten nicht wie ursprünglich befürchtet geflutet werden. (mit dpa)

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