Welt : Hochzeit in Norwegen: Vom Schiff in die Berge

Mit einem Trick haben der norwegische Kronprinz Haakon und seine frisch angetraute Frau Mette-Marit der Öffentlichkeit ein Schnippchen geschlagen, um ihre Flitterwochen ungestört verbringen zu können. Über tausend Schaulustige und Journalisten, die am Montag in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen auf das Hochzeitspaar warteten, zogen lange Gesichter: Als die Königliche Yacht "Norge" im Hafen einlief, waren die beiden Frischvermählten nicht mehr an Bord. Kopenhagen sollte Presseberichten zufolge eigentlich die erste Station ihrer Flitterwochen sein. Tatsächlich narrten die Frischvermählten die Medien und gingen schon früher von Bord, wie ein Sprecher des Königshauses bestätigte. "Das ist nicht sehr freundlich", klagte ein 63-jähriger Däne, der extra früh aufgestanden war, um einen guten Platz am Kai zu ergattern. "Es ist schade, denn ich wollte sie so gerne persönlich sehen."

Die norwegische Presse war am Montag voll von Fotos, wie die jungen Eheleute am Sonntag noch in der Hochzeitsnacht an Bord der "Norge" gingen. Das norwegische Klatsch-Magazin "Verdens Gang (VG)" hatte am Sonntag auf seiner Web-Site berichtet, die beiden seien mit der Yacht in Richtung Dänemark in See gestochen. Das Paar folgte mit seiner Finte den Spuren von Haakons Eltern.

Der norwegische König Harald V. und seine Frau Sonja hatten 1968 unbemerkt von den Medien ihre Hochzeitsreise auf der königlichen Yacht unterbrochen, um ungestört mehrere Tage in den norwegischen Bergen verbringen zu können.

Haakon und Mette-Marit hatten sich am Sonnabend unter den Augen von gekrönten Häuptern aus ganz Europa im Dom von Oslo das Ja-Wort gegeben.

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